Kommentar
Firmen in Basel bauen um – aussen und innen

Novartis, Roche, Baloise, Fossil, und jetzt Helvetia: Gleich im Halbdutzend, so ist man geneigt zu sagen, bauen Firmen derzeit in Basel an ihren Firmensitzen. Oder hegen Absicht, solches zu tun.

Stefan Schuppli
Stefan Schuppli
Merken
Drucken
Teilen
Herzog & de Meuron entwerfen neuen Helvetia Campus Basel

Herzog & de Meuron entwerfen neuen Helvetia Campus Basel

Herzog & de Meuron
So soll Herzog und de Meurons «Helvetia Campus Basel» umgesetzt werden

So soll Herzog und de Meurons «Helvetia Campus Basel» umgesetzt werden

Herzog & de Meuron

Und dies ungeachtet der Tatsache, dass Boden in Basel knapp ist und demnächst die Einwanderungsbremse gezogen wird. Wegen diesen Investitionen sind die Firmen stärker an den Standort Basel gebunden. Und positiv fällt ins Gewicht, dass die meisten Vorhaben mit neuen Stellen verbunden sind.

Aber man darf sich nicht täuschen lassen. Viele Konzerne haben sich nicht nur äusserlich, sondern auch innerlich, betrieblich dem Umbau verschrieben. Die Restrukturierung bei Novartis ist noch nicht abgeschlossen, Entlassungen sind nicht ausgeschlossen. Auch die Übernahme der Nationale Suisse durch Helvetia wird zunächst einmal Stellen kosten. Es ist ein Umbau der massiveren Art.

Formal ist das Projekt der Architekten Herzog & de Meuron ein guter Wurf, weil es das Gegenteil von Wichtigtuerei ist. Das bestehende 12-stöckige Gebäude wird in der Formensprache akzeptiert, ergänzt und damit sogar noch aufgewertet. Der dazwischen platzierte zentrale Eingangsbereich ist auch betriebswirtschaftlich sinnig: das heutige Areal umfasst total 26 verschiedene Eingänge.

Gespannt darf man auch auf die schon heute angetönten Initiativen im Quartier sein, auch wenn sie sich vorerst nur in Form eines Dachcafés auszeichnet. Schön, wenn sich die Erkenntnis wieder durchsetzt, dass auch eine Firma irgendwo «daheim» ist.