Kommentar
Höchste Zeit die Notbremse zu ziehen, sonst heisst es Endstation Geisterstadt

Nora Bader
Nora Bader
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Am Donnerstag wurde bekannt, dass die Kult-Beiz «Manger et Boire» schliessen muss.

Am Donnerstag wurde bekannt, dass die Kult-Beiz «Manger et Boire» schliessen muss.

Nicole Nars-Zimmer

Mit den Kollegen in der Bar nebenan tratschen oder ein Rendez-vous in der Lieblingspizzeria um die Ecke haben – das sind Bilder, die gerade im geistigen Fotoalbum vergilben. Besonders in Basel-Stadt, wo sich Restaurants und Bars ein zweites Mal mit einem Lockdown konfrontiert sehen.

Erwähnte Bilder mögen uns fehlen. Existenzieller ist aber, dass die Gastronomie einen wichtigen Beitrag an unsere Gesellschaft leistet – sei es als Ort der Kontakte oder als Arbeitgeber. Zudem ist sie bedeutend für das Gesamtkonstrukt Stadtleben: Ohne Beizen macht auch das Shopping weniger Spass. Das erfahren wir in Basel derzeit schmerzhaft.

Umso dringender ist es, den Gastronomen, die um ihre Existenz, ihre Lebensgrundlage bangen, Gehör zu verschaffen, ihnen unverzüglich unter die Arme zu greifen. Und zwar, bevor es zu spät ist. Bevor unsere Stadt, die bis vor knapp einem Jahr noch vor Lebensfreude sprühte, zur Geisterstadt verkommt.