Uni-Campus Liestal
Kritik von jugendlichen Kleingeistern

Bevor die Pläne für einen Universitäts-Campus Liestal im Detail geprüft werden, schiessen Studierende aus allen Rohren. Die harsche Kritik irritiert: Weder ist sie fundiert, noch zeugt sie von Offenheit Neuem gegenüber.

Hans-Martin Jermann
Hans-Martin Jermann
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Aus Studierendenkreisen kommt harsche Kritik an den Plänen für einen Uni-Campus Liestal

Aus Studierendenkreisen kommt harsche Kritik an den Plänen für einen Uni-Campus Liestal

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Es ist schon erstaunlich, mit welcher Vehemenz und Absolutheit die Studentische Körperschaft der Uni Basel (Skuba) die Pläne für einen Campus Liestal bereits in diesem frühen Stadium kritisiert. Mit der Auslagerung würde die «Einheit der Uni zerstört», das «Studium massiv erschwert» und die Studierenden «übermässig belastet».

Mal abgesehen vom dramatisierenden Duktus, der an die SVP erinnert: Woher weiss das die Skuba alles so genau? Wie sich der Umzug der zwei Fakultäten auswirken würde, ist bisher noch gar nicht seriös untersucht worden.

Wie kommen angehende Wissenschafter, die sich exaktes, auf Empirie basierendes Arbeiten gewohnt sind, auf die Idee, dass in «Liestal keine grösseren Hörsäle geplant» sind? Die bz, die die Campus-Pläne publik gemacht hat, verfügt über andere Informationen.

Es soll nicht hier und heute behauptet werden, der Uni-Campus Liestal sei ein Superprojekt. Doch die Voreingenommenheit, mit der umgekehrt die Studenten dieses bereits heute ablehnen, irritiert doch sehr. Die Uni Zürich führt einen Campus auf dem Irchel, in Oerlikon und Schlieren, ein Grossteil der ETH ist auf dem Hönggerberg angesiedelt.

Weshalb soll, was in Zürich kein Problem darstellt, in Basel die «Einheit der Uni zerstören» und den «Standort schwächen»? Aus der Mitteilung der Skuba sprechen Behäbigkeit und Kleingeistigkeit. Von jungen Studierenden hätte man sich mehr Offenheit gewünscht.

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