Bildung
Liebe Lehrer, steht zu euren Ferien

Die 13, neu 14 Wochen unterrichtsfreie Zeit in Basel sind doch unbestritten ein herrlicher Aspekt des Lehrer-Seins, selbst wenn Teile davon für Arbeiten im Zusammenhang mit dem Beruf verwendet werden. Wieso ist es so schwierig, zu diesem Vorteil des Lehrerberufs zu stehen?

Samuel Hufschmid
Samuel Hufschmid
Merken
Drucken
Teilen

Keystone

Jeder Beruf hat Vor- und Nachteile. So auch derjenige des Lehrers. Es ist eine schöne, erfüllende und wichtige Aufgabe, mit Kindern oder jungen Erwachsenen zusammenarbeiten zu können, sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen und ihnen Fähigkeiten und Wissen fürs Leben beizubringen. Das ist ein Vorteil des Lehrer-Berufs. Weitere Vorteile sind die hohe Job-Sicherheit und die relativ gute Entlöhnung.

Und die Ferien.

Die 13, neu 14 Wochen unterrichtsfreie Zeit in Basel sind doch unbestritten ein herrlicher Aspekt des Lehrer-Seins, selbst wenn Teile davon für Arbeiten im Zusammenhang mit dem Beruf verwendet werden. Was auf jeden Fall bleibt, ist die Freiheit, sich die Tage und Wochen einteilen zu können, einmal auszuschlafen oder das Wochenende bei schönem Wetter spontan zu verlängern. Und in den Sommerferien auch mal mehrere Wochen am Stück mit den Kindern zu verreisen.

Wieso ist es so schwierig, zu diesem Vorteil des Lehrerberufs zu stehen? Wieso braucht es komplizierte Berechnungen, um die Einhaltung der Jahresarbeitszeit zu garantieren? Viertel- und Achtellektionen, die zusammengezählt zu Pensen wie 73,2 Prozent führen, damit alles aufgeht? Ich zumindest gönne euch diesen Vorteil, weil ich weiss, dass euer Job nebst all der aufgelisteten Vorteilen auch jede Menge Nachteile mit sich bringt, die in Zeiten von Rechtsschutzversicherungen für Eltern und immer mehr administrativen Zusatzaufgaben sicher nicht weniger werden.