8er-Tramverlängerung
Nun sind die Nachbarn gefragt

Der Regio Verkehrsverbund Lörrach (RVL) sollte auf Ausgleichszahlungen verzichten. Seine Einnahmenverluste entstehen durch die Gültigkeit von GA, Halbtax und Schweizer Tageskarte auf der Teilstrecke der 8er-Tramverlängerung in Weil. Warum soll das, was für das U-Abo geht, nicht auch für die nationalen Schweizer Abos möglich sein?

Peter Schenk
Peter Schenk
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Zahlreiche Einkaufstouristen nutzen die 8er Tramlinie nach Weil am Rhein. Für die GA-Besitzer wird die Fahrt nun teuer. (Archiv)

Zahlreiche Einkaufstouristen nutzen die 8er Tramlinie nach Weil am Rhein. Für die GA-Besitzer wird die Fahrt nun teuer. (Archiv)

Kenneth Nars

Natürlich ist die mit grosser finanzieller Schweizer Unterstützung gebaute 8er-Tramverlängerung ursprünglich als Infrastrukturmassnahme für die trinationale Region Basel und die Grenzgänger konzipiert worden. Heute trägt sie besonders am Freitag und am Wochenende durch die vielen Schweizer Einkaufstouristen auch zum Brummen des Weiler Detailhandels und den Erhalt deutscher Arbeitsplätze bei. Schon plant Weil an der Hangkante, oberhalb des Bahnhofs und in Nähe der Tramendhaltestelle, ein neues Einkaufszentrum.

Abgebucht werden könnten die Ausgaben als Wirtschaftsförderungsmassnahmen. Und schliesslich haben auch Weil am Rhein und der Landkreis Lörrach ein Interesse daran, die Zahl der Schweizer Autos, die regelmässig die Weiler Innenstadt und das Quartier Friedlingen mit dem Lieferadress-Service und dem Rheincenter verstopfen, möglichst gering zu halten.

Bis zu 4.70 Franken kostet künftig die einfache Fahrt mit dem Tram von Basel nach Weil am Rhein. Mit der Rückfahrt kommt ein Paar bereits auf knapp 17 Franken – das sind schlagende Argumente, um sich zu den anderen vielen Autofahrern zu gesellen – oder doch lieber in der Schweiz einzukaufen.