Kommentar
Wirtschaftsstandort Basel in Gefahr: Hier geht es um mehr als Parkplätze

Nicolas Drechsler
Nicolas Drechsler
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Es geht um die Wurst – aber um mehr als Parkplätze.

Es geht um die Wurst – aber um mehr als Parkplätze.

Thinkstock

Die Region Basel lebt von den Life Sciences und der Pharma. Und von der Logistik, dem Dienstleistungssektor und dem Gewerbe. Allen ist eines gemein: Sie sind auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen. Wir haben mehr Arbeitsplätze als Arbeitskräfte in der Region. Unsere Wirtschaft ist, in allen Bereichen, auf Zuwanderung und Grenzgänger angewiesen. Die SVP will diese Zuwanderung begrenzen und die Personenfreizügigkeit kündigen. Gleichzeitig wäre man gerne eine Wirtschaftspartei. Diese schizophrene Haltung, die sich in Unternehmern wie den Blochers manifestiert, die politisch das eine wollen und wirtschaftlich das andere brauchen, ist nicht neu.

Wie bereits bei der Masseinwanderungsinitiative (MEI) erwartet das bürgerliche Lager aus LDP, SVP, FDP und CVP eine Zerreissprobe. Schon 2014 waren die Liberalen strikt dagegen und die SVP enthusiastisch dafür. Und doch zogen sie gemeinsam in den Wahlkampf. Wie schon bei der MEI, versuchen FDP und LDP sich die widerspenstige Braut im Sennenhemd schön zu reden, indem sie auf die Gemeinsamkeiten bei der Lokalpolitik hinweisen und die nationalen Differenzen kleinreden. Nun, liebe Liberale: Bei der Personenfreizügigkeit geht es um die Gesundheit des Wirtschaftsstandortes und um grundlegende freiheitliche Werte. Es geht um die Wurst. Da nutzt es nichts, wenn ihr euch mit der SVP einig seid , dass es im Wettsteinquartier drei Parkplätze zu wenig hat.