Persönlich
Zeug, das unter Backen knirscht

Scherben? Alter. Einfach so, mal unter uns Läuchen: Keep deinen Shit together.

Andreas Schwald
Andreas Schwald
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Obacht! – Wenn es am Rhein plötzlich unter den Pobacken knirscht.

Obacht! – Wenn es am Rhein plötzlich unter den Pobacken knirscht.

Kenneth Nars

Ja. Scherben. Wunderschönes Thema. Assoziationen à gogo. Ton, Steine sowieso, Scherben bringen Glück, Masel tov, Scherbengericht, toll, was man da so anrufen kann, um einen eloquenten Einstieg jenseits tagesaktueller Journalismen zu bauen. Man könnte sich ja jetzt lange und vorzüglich in hochpotentem Bildungsniveau suhlen, ein wahres Kabinettstück an Ausdruckskraft in wenige Zeilen drücken oder ganz einfach schreiben: Scherben sind Scheisse.

Es ist nämlich so: Wenn man da am Rheinbord chillt, also den Pectoralis major in doppelter Gratis-Sonnenbestrahlung grillt, einmal direkt von oben und einmal unten vom Bach, dann verschwinden die Assoziationen doch recht schnell, wenn es unter den bunt verpackten Pobacken neckisch knirscht und man nur noch froh ist, dass das gläserne Teil immerhin Themistokles nicht zur Ehre gereichte.

Alter. Ich weiss. Öffentlicher Raum und so. Wen kümmerts. Haben alle schon den Zeigefinger erhoben, die Opfer gejammert: «Jetzt nimm doch deinen Abfall mit!», mimimi, immer dasselbe, ungechillt, aber echt jetzt: Nimm deinen Scheiss einfach mit, wenn er leer ist. Und deine Flaschen erst recht. Wenn du deinen emotionalen Scherbenhaufen ertränken musst: Easy. Aber was davon übrig bleibt, gehört in den Eimer. Wie das andere auch, aber da spür ich mich jetzt grad echt nicht mehr. Sorry.

Also. Einfach so, mal unter uns Läuchen: Keep deinen Shit together. Meine Arschbacken danken es dir. Wenn dir schon der Rest der Welt an den deinigen vorbeigeht.

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