Polemik
Swissness nicht um jeden Preis

Die Vorfreude steigt. Im Sommer geht es in die USA. Der Flug Zürich–San Francisco, retour.

Daniel Weissenbrunner
Daniel Weissenbrunner
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Wer mit der Swiss fliegt, zahlt drauf. Wofür?

Wer mit der Swiss fliegt, zahlt drauf. Wofür?

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Vier Personen in der Economy-Klasse. Die Kriterien bei der Suche: Preis, Komfort, Verbindung. Wie es sich gehört, steigt die Swiss mit einem Heimbonus ins Rennen. Sie wirbt mit dem verheissungsvollen Slogan «Unter Ihren Erwartungen bleibt einzig der Preis».

Die Ernüchterung folgt auf dem Fuss. Satte 3000 Franken kosten die vier Tickets bei der Premium Airline mehr als beim günstigsten Anbieter, der Turkish Airlines. Wo liegt der Haken? Spart die Airline vom Bosporus etwa beim Flugmaterial oder ist sie enger bestuhlt? Von wegen! Das Durchschnittsalter der Flotte beträgt 7 Jahre, beim eingesetzten Flugzeugtyp (777-300) sind es 3. Die Swiss unterhält im Vergleich fliegende Oldtimer. 12,4 Jahre die Flotte, 13,8 der Airbus A340-300.

Beim Komfort liegt die Airline mit der weissen Sichel ebenfalls im Vorteil. 85 cm gegenüber 81 cm Beinfreiheit. Das reicht, der Entscheid ist gefallen. Heimatschutz hin oder her. Die fünf Stunden längere Reise über Istanbul nehmen wir in Kauf.

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