Apropos
Türkische Milch

Fremdsprachige Beschriftung von Milchverpackungen beeindruckt unseren Autor nicht. Denn: Milch ist Milch. Wieso er damit falsch lag.

Arno Renggli
Arno Renggli
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Milch ist nicht immer Milch. Besonders auf fremdsprachige Verpackungen sollte man beim Einkauf achten.

Milch ist nicht immer Milch. Besonders auf fremdsprachige Verpackungen sollte man beim Einkauf achten.

Symbolbild: fotolia

«Bring Milch mit», whatsappte meine Liebste. Ohne Herzli – auf dem Handy mag sie es halt sec. Und ich fuhr auf dem Heimweg rasch beim türkischen Laden vorbei. Die fremdsprachige Beschriftung der Packung beeindruckte mich nicht. Milch ist Milch.

Zu Hause hatte ich dann selber Lust auf Milch und setzte schwungvoll an. Pfuuwäää, scheusslich! Fast musste ich mich... Doch die Neugier trieb mich zu einem weiteren Schluck. Schmeckt eigentlich wie Buttermilch, aber mit einer etwas... schlürf... genau! – salzigeren Note. Drei weitere Schlucke später war ich süchtig. Rasch versteckte ich die Milch im Keller. «Mein Schschatz...!» Der Liebsten teilte ich mit, ich hätte sie vergessen, also die Milch. Selber schuld – Bestellung nächstes Mal nur mit Herzli!

Was habe ich selber gelernt? Ob man etwas gut oder schlecht findet, hängt zuerst von der eigenen Erwartung ab. Und mit multikultureller Offenheit entdeckt man Neues. Beim nächsten Ladenbesuch kaufe ich dann auch ganz normale Milch. Falls ich sie finde.