abstimmungen vom 7. März
Tamedia-Umfrage zeigt klare Mehrheit für Verhüllungsverbot

63 Prozent der Stimmbürger wollen am 7. März für die Einführung eines nationalen Verhüllungsverbots stimmen. Offener Ausgang der Referenden über Freihandelsabkommen mit Indonesien und E-ID.

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Soll strafbar werden: Eine Mehrheit der Schweizer will gläubigen Musliminnen den Gesichtsschleier wegnehmen. (Symbolbild)

Soll strafbar werden: Eine Mehrheit der Schweizer will gläubigen Musliminnen den Gesichtsschleier wegnehmen. (Symbolbild)

Keystone

(wap/sat) Bei der Haltung zur sogenannten Burka-Initiative, die ein Verhüllungsverbot in die Bundesverfassung schreiben will, zeichnet sich eine starke Links-rechts-Polarisierung ab. Dies zeigt eine repräsentative Onlineumfrage der Tamedia-Zeitungen und von «20 Minuten», deren Ergebnisse am Freitag in einer Medienmitteilung bekanntgegeben wurden.

Laut dieser unterstützen unter den Wählern der SVP 93 Prozent die Volksinitiative «Ja zum Verhüllungsverbot». Unter den Wählern der SP sind es 33 Prozent. Das bürgerliche Lager steht dem Verhüllungsverbot dabei generell eher positiv gegenüber: Unter den FDP-Wählern – also der Partei der zuständigen Bundesrätin Karin Keller-Sutter – sind 72 Prozent dafür. Und unter den CVP-Wählern sind deren 63 Prozent für die Initiative. Die CVP bildet damit die Verhältnisse in der Gesamtbevölkerung ab, wo ebenfalls 63 Prozent die Initiative annehmen wollen.

Offener Ausgang zum Freihandel mit Indonesien und der E-ID

Das sogenannte Egerkinger-Komitee und die SVP haben die «Burka-Initiative» damit allerdings noch nicht gewonnen. Traditionell sinken die Zustimmungswerte für Volksinitiativen im Verlauf eines Abstimmungskampfes.

Weniger klar sind die Fronten bei den beiden anderen Vorlagen vom 7. März: Beim Freihandelsabkommen mit Indonesien sagen in der Umfrage 41 Prozent Ja und 39 Prozent Nein. Auffällig sei, dass bei dieser Vorlage 20 Prozent keine Angaben zu ihren Stimmabsichten gemacht hätten, heisst es in der Mitteilung.

Das E-ID-Gesetz wird laut Umfrage von 47 Prozent der Stimmbürger abgelehnt, 45 Prozent sind dafür. Dabei überwiege die Ablehnung in allen politischen Lagern, so die Mitteilung.