COP27
Das diplomatische Ringen um den globalen Klimaschutz geht in eine neue Runde

Scharm el Scheich wird in den kommenden zwei Wochen zum Zentrum der globalen Klimapolitik: Zur Weltklimakonferenz COP27 werden rund 120 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt erwartet.

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In Scharm el Scheich hat am Sonntag die Weltklimakonferenz COP27 begonnen.

In Scharm el Scheich hat am Sonntag die Weltklimakonferenz COP27 begonnen.

Keystone

Im ägyptischen Küstenort Scharm el Scheich hat am Sonntag die Weltklimakonferenz COP27 begonnen. In seiner Eröffnungsrede unterstrich der Vorsitzende des Weltklimarates, Hoesung Lee, die Dringlichkeit einer Senkung der Treibhausgasemissionen. «Dies ist eine einmalige Gelegenheit, unseren Planeten und unsere Lebensgrundlagen zu retten», sagte er.

Der Präsident der Vorjahreskonferenz, der Brite Alok Sharma, verwies auf beträchtliche Fortschritte seit dem letzten Treffen in Glasgow. Als Beispiele nannte er die Festlegung ehrgeizigerer Ziele für die Emissionsreduzierung, die Ausarbeitung der Regeln des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015 und Zusagen, mit dem Ausstieg aus der Nutzung von Kohle zu beginnen.

Cassis und Sommaruga vertreten die Schweiz

Für die Klimakonferenz in Scharm el Scheich sind mehr als 40 000 Teilnehmer angemeldet. Mehr als 120 Staats- und Regierungschefs wurden erwartet, darunter Bundeskanzler Olaf Scholz und US-Präsident Joe Biden. Der chinesische Präsident Xi Jinping und der indische Premierminister Narendra Modi sagten ihre Teilnahme ab.

Für die Schweiz fliegen Bundesrat Ignazio Cassis und Bundesrätin Simonetta Sommaruga nach Ägypten. Cassis wird am Montag im Rahmen des Eröffnungsanlasses eine Rede halten und anschliessend an einer Diskussion zum Thema Ernährungssicherheit und Klima teilnehmen. Sommaruga soll voraussichtlich am 16. November nach Ägypten reisen und an den Verhandlungen auf Ministerstufe teilnehmen. Weiter wird sie den Vorsitz der Environmental Integrity Group mit Liechtenstein, Mexiko, Monaco und Südkorea einnehmen.

Die Schweiz werde sich an der COP27 für ein griffiges Arbeitsprogramm einsetzen, das zu konkreten Beschlüssen für den Klimaschutz führe, teilten die zuständigen Departemente letzte Woche mit. Weiter engagiere sich die Schweiz dafür, «dass die Investitionen in den Klimaschutz weltweit gestärkt werden und alle Länder, die dazu in der Lage sind, Unterstützung leisten», so die Mitteilung. Ein weiteres Anliegen der Schweiz ist die Beteiligung der Wirtschaft und die klimafreundliche Ausrichtung der Finanzflüsse. (dpa/wap)