Coronamassnahmen
Schweizer Hoteliers fordern eine Verlängerung der Härtefallhilfen

Die bestehenden Härtefallregeln sollen von Ende Juni bis Ende Dezember 2021 verlängert werden. Das fordert Hotellerie Suisse. Die Hoteliers rechnen frühestens ab 2022 mit einer nachhaltigen Erholung im Tourismus.

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Leere Betten machen der Schweizer Hotellerie weiter zu schaffen. Sie fordern deshalb, dass die Härtefallregeln verlängert werden. (Symbolbild)

Leere Betten machen der Schweizer Hotellerie weiter zu schaffen. Sie fordern deshalb, dass die Härtefallregeln verlängert werden. (Symbolbild)

Keystone

(abi) Die Coronapandemie trifft die Schweizer Beherbergungsbranche besonders stark. Gemäss Berechnungen von Hotellerie Suisse rechnet die Schweizer Hotellerie für das Jahr 2020 mit einem Umsatzverlust von mindestens 3,4 Milliarden Franken – Restauration und Nebenleistungen eingerechnet. Und eine schnelle Entspannung wird nicht erwartet. Mit einer nachhaltigen Erholung im Tourismus sei erst im Verlauf von 2022 oder gar 2023 zu rechnen, teilte der Verband der Schweizer Beherberungsbranche am Sonntag mit.

Daher fordert der Verband den Bundesrat und das Parlament auf, unter Berücksichtigung der Kantone die bestehende Härtefallregelung von Ende Juni bis Ende Dezember 2021 zu verlängern. Analog zur ausgebauten Kurzarbeitsentschädigung soll die Härtefallhilfe auf 24 Monate ausgedehnt werden, heisst es in der Mitteilung. Auch Zweitgesuche sollen explizit möglich sein. Die bereits geltenden Anspruchskriterien sollen weiter angewendet werden.

Die bestehende Härtefallregelung entschädigt Betroffene und Unternehmen für Einbussen, die sie in 12, respektive 18 Monaten bis Ende Juni 2021, erlitten haben. «Die Probleme werden zu diesem Zeitpunkt aber für viele Unternehmen nicht gelöst sein, da die Covid-Krise andauert und weiterhin Störungen in der Wertschöpfungskette bestehen», schreibt Hotellerie Suisse. Ohne finanzielle Zuschüsse könnten viele Betriebe infolge aufgebrauchter Reserven die finanziellen Herausforderungen und nötigen Investitionen nicht stemmen.