Drogenprävention
Kampf gegen Strassendealer: Waadt setzt auf neue Strategie

Der Kanton Waadt setzt in der Drogenpolitik künftig auf eine Kombination von Prävention, Schadensminderung und Repression. Die Regierung hat einen entsprechenden Aktionsplan verabschiedet.

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Polizeikontrollen – wie hier im Bild in Lausanne – sollen in der Waadtländer Drogenpolitik auch künftig eine grosse Rolle spielen.

Polizeikontrollen – wie hier im Bild in Lausanne – sollen in der Waadtländer Drogenpolitik auch künftig eine grosse Rolle spielen.

Keystone

Verhindert werden soll mit dem Aktionsplan in erster Linie der Drogenhandel und der Konsum auf der Strasse, wie der Kanton am Dienstag mitteilt. Bisher hatte die Waadt im Kampf gegen Strassendealer stark auf Repression gesetzt. Dies habe zwar einige positive Effekte gehabt, heisst es in der Mitteilung weiter. Nun sei es aber wichtig, die repressive Ebene mit präventiven und sozialen Elementen zu ergänzen. Dabei will der Westschweizer Kanton auf die in der Deutschschweiz übliche Vier-Säulen-Politik abstellen. Diese setzt auf eine Kombination von Prävention, Therapie, Risikoreduktion und Repression.

Als neue Massnahmen nennt der Kanton Waadt unter anderem denn auch vermehrte Prävention an den Schulen und eine verstärkte Zusammenarbeit von Polizei und Gesundheitswesen. Auch sollen drogenabhängige Jugendliche in prekären Situationen schneller ausfindig gemacht werden. Gleichzeitig soll die Polizei mehr Mittel erhalten und beschlagnahmte Drogen sollen häufiger im Labor analysiert werden. Dies komme wiederum der Prävention zugute, so der Plan der Waadtländer Kantonsregierung. (wap)

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