Eisenbahn
Das Coronavirus zog nicht überall die Notbremse bei den Zugpassagieren

Während sich die Passagierzahlen in der Schweiz im zweiten Quartal des Jahres fast halbierten, fuhren die Niederländer weiter munter mit dem Zug.

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Während dem Lockdown waren die Bahnhöfe, hier in Basel, in der Schweiz praktisch leer.

Während dem Lockdown waren die Bahnhöfe, hier in Basel, in der Schweiz praktisch leer.

Keystone

(mg) Um satte 57 Prozent sind im zweiten Quartal die Zugpassagierzahlen in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Das klingt nach einem dramatischen Einbruch, aber liegt komplett im europäischen Schnitt. Das Statistische Amt der Europäischen Union hat am Donnerstag einen Ländervergleich veröffentlicht. Am leersten blieben die Züge während der Pandemie in Irland. Dort gingen die Passagierzahlen um 94 Prozent zurück. Auch die Franzosen, Spanier und Luxemburger mieden die Züge. Die Anzahl der beförderten Gäste sank in diesen Ländern jeweils um 78 Prozent.

Am anderen Ende der Skala stehen die Niederländer. Dort scheint die Furcht vor dem Virus die Zugabteile nicht erreicht zu haben. Die Passagierzahlen sanken gerade einmal um 0,2 Prozent verglichen mit der Vorjahresperiode. Anders sieht es in Schweden aus. Obwohl die Massnahmen gegen das Coronavirus dort verhältnismässig locker waren, verzichteten Schweden und Schwedinnen auf mehr als die Hälfte aller Reisen mit dem Zug. Der Anteil Passagiere sank dort um 56 Prozent.

So stark sind die Passagierzahlen in den einzelnen Ländern eingebrochen.

So stark sind die Passagierzahlen in den einzelnen Ländern eingebrochen.

Eurostat