Klimaschutz
CO2-Gesetz: Auch grosse Teile der Wirtschaft ziehen bei Klimaschutz mit

Eine breite Allianz der Schweizer Wirtschaft macht sich für das CO2-Gesetz stark. Für sie ist klar: Mehr Klimaschutz hiesse mehr Innovation und Arbeitsplätze in der Schweiz.

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Mit dem CO2-Gesetz soll der Schweiz der Umstieg auf erneuerbare Energien gelingen. (Symbolbild)

Mit dem CO2-Gesetz soll der Schweiz der Umstieg auf erneuerbare Energien gelingen. (Symbolbild)

Keystone

(rwa) Die Unterstützung in der Wirtschaft für das neue CO2-Gesetz ist gross. Am Montag lancierten Vertreter einer Allianz aus mehr als 200 Verbänden und Unternehmen ihre Kampagne für die Gesetzesrevision, über die am 13. Juni abgestimmt wird. Aus ihrer Sicht ist der «dringende Handlungsbedarf» unbestritten: Die Klimakrise sei für die Schweiz eine grosse Herausforderung, heisst es in einer Mitteilung. Die Schweizer Unternehmen übernähmen deshalb Verantwortung und handelten.

Die Wirtschaft könne mit Innovationen und effizienten Technologien massgeblich zur Reduktion von Treibhausgasen und damit zur Lösung des Klimaproblems beitragen, gibt sich Monika Rühl, Direktorin von Economiesuisse, laut Mitteilung zuversichtlich. Das CO2-Gesetz schaffe verlässliche, liberale Rahmenbedingungen. Es biete auch grosse Chancen, argumentiert die Allianz – «gerade für die Schweizer Wirtschaft, die mit vielen klugen und wirksamen Lösungen zur Bewältigung der Klimakrise präsent ist.»

Im Videointerview: Economiesuisse-Direktorin Monika Rühl.

Keystone-SDA

Wirtschaftsverbände warnen vor Stillstand

Aus Sicht der Allianz ist ein Nein keine Option. Das bedeute «Stillstand und würde die Schweiz beim Klimaschutz weit zurückwerfen.» Damit stellt sie sich auch gegen eine Gruppe von Wirtschaftsverbänden, welche das Referendum gegen das CO2-Gesetz ergriffen hat. Deren Argumentation: Die Revision bringe mehr Bürokratie und hemme die Innovation. Sie sei auch ungerecht und führe zu einer Umverteilung von Geldern.

Das Parlament verabschiedete das neue Gesetz nach langen Verhandlungen in der letzten Herbstsession. Verbindliche Ziele sind unter anderem im Gebäudebereich, bei Neuwagen oder bei der CO2-Abgabe vorgesehen, wie auch eine Flugticketabgabe von 30 bis 120 Franken. Das letzte Wort hat nun das Stimmvolk – und zwar am 13. Juni.