LEBENSMITTEL
Parlament spricht sich für eine Deklarationspflicht von Brot aus

Detailhändler, Hotels und Restaurants sollen künftig offenlegen, woher sie ihr Brot beziehen. Das Parlament spricht sich für eine Deklarationspflicht aus. Nun passt der Bund das Gesetz an.

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Laut dem Ständerat soll die Herkunft von Brot und Backwaren künftig deklariert werden müssen.

Laut dem Ständerat soll die Herkunft von Brot und Backwaren künftig deklariert werden müssen.

Keystone

(rwa) Die Importe von Brot und Backwaren in die Schweiz sind in den letzten Jahren stark angestiegen. Wurden 2007 gerade mal 2500 Tonnen Brot importiert, waren es zehn Jahre später über 10'000 Tonnen. Oft ist jedoch unklar, woher die Lebensmittel stammen. Das soll sich nun ändern. Nach dem Ständerat hat am Mittwoch auch der Nationalrat einer Motion zugestimmt.

Demnach muss die Herkunft von Brot und Backwaren in den Läden für die Kunden künftig sichtbar schriftlich deklariert werden. Die Pflicht soll auch bei verarbeiteten Produkten wie Sandwiches und neben Läden auch in Hotels und Restaurants gelten. Der Kunde gehe aufgrund der kurzen Haltbarkeit von Brot davon aus, dass dieses in der Schweiz hergestellt wurde, argumentierte die Mehrheit. Die Gefahr der Kundentäuschung sei hier grösser als bei anderen Produkten. An einem gut sichtbaren Platz im Lokal soll deshalb ein Informationsschild angebracht werden.

Auch für den Bundesrat stellt die Motion eine gute, einfach umsetzbare Lösung dar. Nun wird er eine Gesetzesrevision an die Hand nehmen.