Neue Coronamutation
Lehrerpräsidentin Rösler: Maskenpflicht ab der fünften Klasse ist zumutbar

Die oberste Schweizer Lehrerin Dagmar Rösler fordert weitere Massnahmen, um Schüler und Lehrpersonen besser gegen die neuen Coronamutationen zu schützen.

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Lehrerpräsidentin Dagmar Rösler fordert weitere Massnahmen zum Schutz von Lehrerinnen und Schülern.

Lehrerpräsidentin Dagmar Rösler fordert weitere Massnahmen zum Schutz von Lehrerinnen und Schülern.

Keystone

(agl) «Es muss unbedingt gehandelt werden», sagte die Präsidentin des Lehrerinnen- und Lehrerverbands Schweiz (LCH) am Montag gegenüber «Radio SRF». So sollten beispielsweise gezielte Testaktionen an Schulen geprüft und eine Ausweitung der Maskenpflicht auf Fünft- und Sechstklässler angedacht werden. Dies sei für die Kinder zumutbar, so die oberste Lehrerin des Landes. Bei den unteren Stufen könne derweil die richtige Handhabung der Masken schwierig werden.

Weiter wiederholte Rösler ihre Forderung, dass Lehrerinnen und Lehrer privilegiert geimpft werden. «Weil auch sie geschützt werden müssen», so die oberste Lehrerin des Landes. Ein flächendeckendes Umstellen auf Fernunterricht muss laut Rösler derweil «die allerletzte Massnahme» sein.

Schulen bleiben vorerst geöffnet

Am Montag treten die verschärften Coronamassnahmen in Kraft, die der Bundesrat vergangene Woche beschlossen hat. Damit soll vorab die Verbreitung der neuen, ansteckenderen Variante des Coronavirus aus Grossbritannien eingedämmt werden. Während zahlreiche Läden geschlossen und private Treffen auf fünf Personen beschränkt werden, bleiben die Schulen vorerst auf allen Stufen offen.

Erste Kantone, in denen die Virusmutation bereits aufgetreten ist, haben zudem schon Verschärfungen beschlossen. Nachdem im Kanton Baselland beispielsweise ein Primarschulkind positiv getestet wurde, werden nun alle Schülerinnen und Schüler der 1. bis 3. Klassen einer Primarschule sowie deren Familienangehörige getestet. Der Kanton Graubünden hat am Montag bekanntgegeben, die Schulen der Gemeinde St. Moritz zu schliessen. Dies nachdem in zwei Hotels Ansteckungen mit der Virusmutation aufgetreten sind. Die betroffenen Hotels stehen unter Quarantäne.