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Per Knopfdruck Fingerabdrücke in ganz Europa prüfen lassen

Die Schweiz soll schneller Fingerabdrücke und DNA-Profile in ganz Europa abgleichen können. Der Ständerat war geschlossen für den Beitritt zum Prümer Abkommen.

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Bislang muss die Schweiz jedes Land via Interpol einzeln anfragen lassen, um Fingerabdrücke abzugleichen.

Bislang muss die Schweiz jedes Land via Interpol einzeln anfragen lassen, um Fingerabdrücke abzugleichen.

Keystone

Der Ständerat will, dass die Schweizer Polizei einfacher an Informationen kommt. Er hat ohne Gegenstimme beschlossen, dass die Schweiz das sogenannten Prümer Abkommen und das Eurodac-Protokolls umsetzen soll. Dadurch sollen die internationalen Abfragen erleichtert werden. Mit einer einzigen Abfrage kann künftig ein automatisierter Abgleich der Datenbanken aller beteiligten EU-Länder ausgelöst werden. Heute muss via Interpol an jedes Land einzeln eine Abfrage gesendet werden. Dabei geht es unter anderem um DNA-Profile und Fingerabdrücke.

Dem Bundesrat geht es bei dieser freiwilligen Umsetzung darum, dass die Strafverfolgung «einfacher, effizienter und schneller» wird, wie Bundesrätin Karin Keller-Sutter ausführte. Sie freue sich über die unbestrittene Vorlage und «harmonische Zeiten» in der Bundespolitik, sagte Keller-Sutter, diese seien ja derzeit selten. Gleichzeitig mit der Umsetzung der Prümer Zusammenarbeit wird auch das mit den Vereinigten Staaten von Amerika geschlossene PCSC-Abkommen in Kraft gesetzt. Dieses verfolgt dieselben Ziele. (mg)

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