Resistente Keime
Tierhaltung: Vertrieb von Antibiotika innerhalb von zehn Jahren halbiert

Wegen der Ausbreitung von resistenten Keimen steht die Verabreichung von Antibiotika in der Tierhaltung in der Kritik. Das zeigt Wirkung: Der Vertrieb hat sich in der Schweiz seit 2011 halbiert.

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Der Bund beobachtet, wie viele Antibiotika in der Veterinärmedizin vertrieben werden. (Symbolbild)

Der Bund beobachtet, wie viele Antibiotika in der Veterinärmedizin vertrieben werden. (Symbolbild)

Keystone

Die Gesamtmenge der in der Schweiz zur Behandlung von Tieren vertriebenen Antibiotika hat sich innerhalb der letzten zehn Jahre um 52 Prozent reduziert. Dies meldete das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) am Mittwoch. Allein 2020 sank die Gesamtmenge Antibiotika um vier Prozent, bei den als kritisch eingestuften Antibiotikaklassen gar um neun Prozent.

Resistenzen seien aber weiterhin eine Herausforderung, schreibt das BLV. Es brauche weitere Anstrengungen, um den sachgemässen Einsatz von Antibiotika zu fördern. Denn die Gesamtmenge allein sage noch nichts darüber aus, wie die Medikamente tatsächlich eingesetzt würden. Seit Januar 2019 müssen Tierärztinnen und Tierärzte deshalb alle Verschreibungen von Antibiotika melden. Die Daten würden derzeit ausgewertet, schreibt das BLV. (wap)

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