Neue Ausstellung
Ohne Hosen im Büro und Ueli Maurer als Freiheitstrychler: So blicken Karikaturisten auf das Pandemiejahr zurück

Mit Humor wird vieles erträglicher: Auch die Pandemie. Im Museum für Kommunikation in Bern stellen nun 50 Zeichnerinnen und Zeichner ihre besten Karikaturen aus.

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Bundesrat Ueli Maurer hängte seinen Unmut über die Coronamassnahmen manchmal tatsächlich etwas an die grosse Glocke.
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Bei den Zoom-Konferenzen und Teams-Meetings waren Hosen eher unnötig. Vielleicht kommt ja bald wieder die Homeoffice-Pflicht. Und die Hosen bleiben wieder im Schrank.
Die «Ehe für Alle» brachte die Kirche mindestens ein bisschen in Gewissenskonflikte. Einzelne Kirchensektionen unterstützen das Anliegen am Ende sogar.
Wenn die Schweiz international ihre «guten Dienste» anbietet, hat sie sicher etwas anders im Sinn, als Flaschen zu öffnen. Putin und Biden würden aber wohl nicht Nein sagen zu einem Glas von Guy Parmelin.
Die Spaltung der Gesellschaft macht auch vor der Badewanne nicht Halt. Immerhin: Sauberkeit scheint dem Geimpften wie dem Aluhutträger ein gemeinsames Anliegen zu sein.

Bundesrat Ueli Maurer hängte seinen Unmut über die Coronamassnahmen manchmal tatsächlich etwas an die grosse Glocke.

Sven «Swem »Wegmann

Was das Jahr 2021 nun zum Lachen oder zum Weinen? Schwierig. Einen guten Grund zum Schmunzeln gibt die neue Ausstellung «Gezeichnet» im Museum für Kommunikation Bern. Dabei versammelt das Museum laut Eigenbeschrieb die «besten Schweizer Pressezeichnungen des Jahres». Insgesamt «rund 50 Zeichnerinnen und Zeichner, darunter alle bekannten Aushängeschilder der Branche» servieren einen «gut gewürzten Jahresrückblick».

Weder fehlen dabei der freiheitstrychelnde Bundesrat Maurer noch die gehässige Debatte rund um das Impfen. Auch Trump und Biden sind dabei. «Mit ihrer Reduktion aufs Maximum schaffen sie eine wichtige Einordnungsleistung und lassen uns in einer ernsten Welt mit einem Lacher aufatmen», schreibt das Museum. Aber auch das Lachen sei nicht immer nur bekömmlich: Es bleibe «regelmässig im Hals stecken», heisst es in der Mitteilung. Im Zweifel ist dies aber deutlich besser als Weinen.

Die Ausstellung dauert vom 17. Dezember bis 13. Februar des kommenden Jahres. Museum für Kommunikation Bern

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