Kunst
Tate Modern würdigt Schweizer Künstlerin Sophie Taeuber-Arp

Werke der Künstlerin Sophie Taeuber-Arp sind seit Donnerstag in London in der Tate Modern zu sehen. Es handelt sich um die erste Retrospektive der Schweizerin in Grossbritannien.

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Die «Bar Aubette» von Sophie Taeuber-Arp ausgestellt im Haus Konstruktiv in Zürich. (Archivbild)

Die «Bar Aubette» von Sophie Taeuber-Arp ausgestellt im Haus Konstruktiv in Zürich. (Archivbild)

Keystone

Taeuber-Arp sei eine der bedeutendsten abstrakten Künstlerinnen und Designerinnen der 1920er und 1930er Jahre, begründet das Museum Tate Gallery of Modern Art in einer Mitteilung seinen Entscheid. «Ihre multidisziplinäre Arbeit hat nachhaltigen Einfluss und inspiriert innovative Künstler und Designer auf der ganzen Welt.»

Die 1943 in Zürich gestorbene Taeuber-Arp sei ausserordentlich kreativ und vielfältig gewesen. «Sie fertigte Stickereien und Gemälde an, schnitzte Skulpturen und gab Zeitschriften heraus, kreierte Puppen und mysteriöse Dada-Objekte.» Dabei habe sie traditionelles Handwerk mit modernistischer Abstraktion kombiniert und die Grenzen zwischen Kunst und Design herausgefordert, so das Museum weiter.

Facettenreich

Bekannt wurde sie vor allem für ihre Gemälde, Reliefs und Skulpturen. Doch arbeitete die Ehefrau des deutsch-französischen Künstlers Hans Arp auch mit Textilien, fertigte Marionetten, betätigte sich als Innenarchitektin, entwarf Möbel, Glasmalereien sowie Kostüme, Taschen und Halsketten. Ihr umfassendes Portfolio reflektiert ihren Lebenslauf. Geboren 1889 im Alpenort Davos, studierte sie Kunst und Gestaltung, machte eine Tanzausbildung, kreierte Bühnenbilder und Marionetten und lehrte später den Umgang mit Textilien.

Die Ausstellung, die die Tate Modern gemeinsam mit dem Kunstmuseum Basel und dem Museum of Modern Art organisiert hat, ist bis zum 17. Oktober in London zu sehen. (dpa/rwa)