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Mit Schweizer Unterstützung soll auch in Südosteuropa ein «Cern» entstehen

In Südosteuropa soll ein neues Zentrum für wissenschaftliche und technologische Forschung gegründet werden. Die Schweiz hat Vertreter zu Gesprächen empfangen und unterstützt damit die Gründungspläne.

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Nach Vorbild des Cern in Genf (Bild) soll in Südosteuropa ein Zentrum für wissenschaftliche und technologische Forschung entstehen.

Nach Vorbild des Cern in Genf (Bild) soll in Südosteuropa ein Zentrum für wissenschaftliche und technologische Forschung entstehen.

Keystone

Das 1954 in Genf gegründete Kernforschungszentrum (Cern) gilt als eines der weltweit renommiertesten Forschungszentren. Nun soll Südosteuropa ein eigenes «Cern» erhalten. Das ambitionierte Projekt trägt den Namen South East European International Institute for Sustainable Technologies, kurz SEEIIST. Die Idee geht zurück auf den früheren Cern-Direktor Herwig Schopper. Der heute 97-jährige deutsche Physikprofessor regte vor fünf Jahren an, damit die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Forschenden im Westbalkan zu verbessern.

Wie das Eidgenössische Aussendepartement (EDA) in einer Einladung schreibt, hat Bundesrat Ignazio Cassis am Montag für das SEEIIST zuständige Minister und Vertreter zu Gesprächen in Bern empfangen. Das Projekt vereint Vertreter aus insgesamt zehn Ländern: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Griechenland, Kosovo, Montenegro, Kroatien, Nordmazedonien, Serbien und Slowenien. Die Schweiz unterstütze damit die Gründung eines neuen «Cern» im Sinne der Wissenschaftsdiplomatie, wie sich Cassis zitieren liess: «Als innovatives Land, in dem die Wissenschaft stark verankert ist, verfügt die Schweiz über die Stärken und die Glaubwürdigkeit, die es für die Rolle als Vermittlerin braucht».

Am neuen Zentrum für wissenschaftliche und technologische Forschung in Südosteuropa soll dereinst die biomedizinische und nukleare Forschung vorangetrieben werden, insbesondere im Bereich der Spitzentechnologie zur Behandlung bestimmter Krebsarten. Darüber hinaus soll das neue «Cern» zur technologischen Entwicklung in einer strategisch wichtigen Region der Welt beitragen, schreibt das EDA weiter. (dpo/sat)

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