Eishockey
1:0-Sieg – EV Zug kann im Playoff-Final mit Minisieg vorlegen

Der EV Zug kann im Eishockey-Playoff-Final vorlegen. Zuhause bezwingen sie Servette Genf dank einem Tor von Grégory Hofmann mit 1:0.

Simon Wespi
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EV Zug – Servette Genf 1:0 (0:0, 1:0, 0:0)

Torhüter Daniel Manzato (links) und Henrik Tömmernes (rechts) gegen den Zuger Dario Simion.

Torhüter Daniel Manzato (links) und Henrik Tömmernes (rechts) gegen den Zuger Dario Simion.

Patrick Straub / Freshfocus

Nach über 20 Jahren wird es einen neuen Schweizer Meister geben. Der SC Bern, die ZSC Lions, der HC Davos und der HC Lugano haben alle Meistertitel seit 1999 unter sich ausgemacht. Heuer wird es der erste Titel für Servette sein oder der zweite (1998) für den EV Zug.

Die Partie, welche mit der Nationalhymne eröffnet wurde, war von Beginn weg intensiv und kampfbetont. Beide Teams wollten dem Spiel den Stempel aufdrücken und kreierten mehrere Torszenen. Während die Gäste vorwiegend bei 5-gegen-5 gefährlich wurden, setzte Zug im Powerplay Akzente. Allen voran Carl Klingberg beschäftige die Defensive der Genfer gleich mehrmals. Vier Minuten vor Drittelsende konnten die Zuger mit zwei Mann mehr agieren, ein Tor fiel jedoch nicht, Raphael Diaz traf nur den Pfosten.

Die Zuger starteten furios ins Mitteldrittel. 21 Sekunden waren gespielt, da klingelte es das erste Mal hinter Goalie Daniel Manzato. Die Genfer verlieren den Puck in der eigenen Zone, Jan Kovar schnappt sich die Scheibe und bedient Grégory Hofmann. Mit einem Flachschuss bezwingt er Manzato, der EVZ geht in Führung. Die Partie war fortan umkämpft und spannend. Doch ein Torfestival zeichnete sich nicht ab. Beide Mannschaften überzeugten mit diszipliniertem Abwehrverhalten.

Die Startphase im dritten Drittel gehörte den Zugern. Klingberg scheiterte einmal, nein zweimal mehr am stark spielenden Manzato. Nach fünf Minuten konnte das Heimteam erneut in Überzahl agieren. Simon le Coultre musste auf die Strafbank. Doch die Zuger konnten keine wirkliche Gefahr in diesem Powerplay provozieren. Beim Versuch sich festzusetzen, setzte Servette zum Konter an. Le Coultre wurde direkt von der Strafbank vor das Tor von Leonardo Genoni geschickt. Der Zuger Goalie konnte mit seinem rechten Beinschoner in extremis abwehren. Die Zuger dominierten das Drittel, doch die Genfer konnten immer wieder vereinzelt Nadelstiche setzen.

90 Sekunden vor Ende verliess Manzato sein Gehäuse. Die Genfer versuchten nochmals alles, doch der angestrebte Ausgleich fiel nicht mehr. Zug gewann mit einem Minisieg und führt nun in der Best-of-five-Serie 1:0.

Die Highlights im Video

Video: TV24