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Mit diesem Kader will die Nati an der Frauen-EM die Weltspitze ärgern – Verbandssponsor zahlt neu gleiche Prämien

Nati-Coach Nils Nielsen hat für die bevorstehende Frauen-EM das Nati-Kader bekannt gegeben. Die Credit Suisse engagiert sich zudem stärker für den Frauenfussball und zahlt den Frauen neu die gleichen Prämien wie den Männern.

Gabriel Vilares
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Zwischen dem 6. und 31. Juli wird in England die Fussball-EM der Frauen über die Bühne gehen. Auch dort wird auf Schweizer Jubel gehofft.

Zwischen dem 6. und 31. Juli wird in England die Fussball-EM der Frauen über die Bühne gehen. Auch dort wird auf Schweizer Jubel gehofft.

Bild: Freshfocus

Nati-Coach Nils Nielsen hat am Dienstagmittag in Zürich das definitive Kader für die anstehende Frauen-EM in England bekannt gegeben. «Es war nicht einfach. Neben den fussballerischen Fähigkeiten war auch die Persönlichkeit wichtig. Hoffentlich verbringen wir eine lange Zeit in England zusammen, deshalb ist die richtige Mischung wichtig», so der 50-Jährige.

Vier Spielerinnen mussten aus dem Kader gestrichen werden. Vanessa Bernauer (AS Roma), Malin Gut (GC), Nina Stapelfeldt (AC Milan) und Irina Pando (Bayer 04 Leverkusen) haben den Cut nicht geschafft. «Den Spielerinnen diese Mitteilung zu überbringen war sehr emotional. Ich habe es in Einzelgesprächen getan», so der Nati-Trainer.

Die 23 Spielerinnen fahren nach England

Tor: Gaëlle Thalmann (Betis Sevilla), Seraina Friedli (FC Aarau Frauen) und Livia Peng (FC Zürich Frauen).

Verteidigung: Viola Calligaris (Levante UD), Eseosa Aigbogun (Paris FC), Noelle Maritz (Arsenal W.F.C.), Julia Stierli (FC Zürich Frauen), Luana Bühler (TSG 1899 Hoffenheim), Rahel Kiwic (FC Zürich Frauen), Rachel Rinast (GC), Ella Touon (SGS Essen) und Lara Marti (Bayer 04 Leverkusen).

Mittelfeld: Sandy Maendly (Servette FC Chênois Féminin), Riola Xhemaili (SC Freiburg), Géraldine Reuteler (Eintracht Frankfurt), Coumba Sow (Paris FC), Lia Wälti (Arsenal W.F.C.) und Sandrine Mauron (Servette FC Chênois Féminin).

Sturm: Ana-Maria Crnogorcevic (FC Barcelona), Ramona Bachmann (Paris Saint-Germain), Fabienne Humm (FC Zürich Frauen), Meriame Terchoun (FC Zürich Frauen) und Svenja Fölmi (SC Freiburg).

Die Schweiz trifft zum Start der EM am 9. Juli in Leigh auf Portugal. Es ist sogleich ein kapitales Spiel, ist Portugal doch jener Gruppengegner auf Augenhöhe, den es zu schlagen gilt, um die Chance auf das Weiterkommen zu wahren. Danach warten noch die Gruppenspiele gegen die Schwedinnen und die Niederländerinnen. Am 4. Juli fliegt der Nati-Tross nach England.

Verbandssponsor zahlt neu gleiche Prämien

Auch der Hauptpartner des Schweizerischen Fussballverbands (SFV), die Credit Suisse (CS), hat am Dienstag ein Zeichen für den Frauenfussball gesetzt. Ab sofort werden nämlich sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen die gleichen Prämien an die Nationalteams ausgeschüttet. Das betrifft die Bonuszahlungen, die beispielsweise bei erfolgreicher Qualifikation für die Endrunden von Turnieren oder bei Erfolgen an Turnieren anfallen. Die zusätzlichen Mittel entsprechen laut CS einer Erhöhung um das 4,5-Fachen. Diese Beiträge werden jeweils direkt an die Spielerinnen ausgeschüttet.

«Gleiche Prämien für Frauen- und Männer-Teams sind Ausdruck dafür, dass herausragende Leistungen unabhängig vom Geschlecht honoriert werden sollten», wird André Helfenstein, Schweiz-Chef der CS in der Mitteilung zitiert. Zudem wird sich die Bank als Hauptpartnerin für die SFV-Kandidatur für die Frauen-EM 2025 in der Schweiz einsetzen.

SFV-Präsident Dominique Blanc frohlockt: «Das Interesse an der Frauen-EM 2022 in England ist beeindruckend und bestärkt uns in der Ansicht, dass wir uns einen solchen Boost auch für den Frauenfussball hierzulande vorstellen können. Mit der EM in unserem Land könnte der Schweizer Frauenfussball in neue Dimensionen vorstossen.»

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