Handball WM
Norwegen ist eine Nummer zu gross – Schweizer Handballer verlieren das zweite Gruppenspiel

Die Schweizer starten effizient und wehren sich lange, doch nach der Pause ziehen die Norweger davon. Am Ende resultiert eine 25:31-Niederlage. Dies ist alles andere als ein Beinbruch gegen einen Mitfavoriten.

Simon Wespi
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Hatten des Öfteren Mühe die grossgewachsenen Norweger zu stoppen: Die Schweizer in der Defensive. Im Tor: Nikola Portner.

Hatten des Öfteren Mühe die grossgewachsenen Norweger zu stoppen: Die Schweizer in der Defensive. Im Tor: Nikola Portner.

EPA

Gross war sie – die Freude über den überraschenden Startsieg der Schweiz am Donnerstag gegen Österreich. Trainer Michael Suter war nach der Partie voll des Lobes: «Das Spiel war eines, wenn nicht sogar das wichtigste Spiel für die Jungs und mich.»

Mit dem Sieg gegen Nachbar Österreich und dessen zweiter Niederlage am Samstag gegen Frankreich (28:35), konnte die Schweiz ohne Druck gegen Norwegen antreten. Denn für die Hauptrunde ist die Schweiz so gut wie qualifiziert.

Gute Schweizer Startphase

Gegen den Favoriten aus Skandinavien hatte die Schweiz also nichts zu verlieren. Und so starteten die Schweizer auch in die Partie – unbekümmert und diszipliniert. Die ersten Minuten des Spiels gehörten den Schweizern. Insbesondere Torhüter Aurel Bringolf zeichnete sich in der Startphase gleich mehrfach aus. Nach sechs Minuten stehen ihm schon drei Big-Saves zu Buche. Die Schweiz konnte immer wieder einen Treffer vorlegen. Nach 11 Minuten kassierten die Eidgenossen eine Zweiminuten-Strafe. Diese brachte die Wende für die Skandinavier.

In der ersten Halbzeit wurden viele kleinliche Strafen der kroatischen Unparteiischen gepfiffen. So auch nach 16 Minuten, als Leader Andy Schmid nach einer angeblichen Behinderung auf die Bank musste. Auffällig im ersten Umgang: die Norweger brauchten kaum einmal 10 Sekunden, um in den Abschluss zu kommen, die Schweiz dagegen hatte mehrmals gegen ein Zeitspiel anzukämpfen. So führte Norwegen zur Pause mit 17:13. Lenny Rubin und Alen Milosevic zeichneten sich mehrmals aus.

Andy Schmid konnte dem Spiel nicht den Stempel aufdrücken

In der zweiten Halbzeit führten die Norweger die Entscheidung schon früh herbei und liessen nichts mehr anbrennen. Auch Leader Andy Schmid blieb vorderhand blass. Dank Goalie Nikola Portner fiel die Niederlage nicht höher aus. Am Ende unterlagen die Schweizer mit sechs Toren (25:31). Die besten Werfer in den Reihen der Schweizer waren Alen Milosevic und Marvin Lier mit je 7 Treffern. Effiziente Norweger und mangelnde Abwehrarbeit auf Seiten der Schweizer lautet das Fazit. Doch die Schweizer dürfen guten Mutes die nächsten Aufgaben in Ägypten in Angriff nehmen.

Im abschliessenden Gruppenspiel wartet am Montag (18:00) Frankreich, bevor es für die Eidgenossen mit grosser Wahrscheinlichkeit in der Hauptrunde weitergeht.