Vertrag bis 2023
Ex-Bundesliga-Coach André Breitenreiter unterschreibt beim FC Zürich

Der FC Zürich hat einen neuen Trainer und einen Nachfolger für Massimo Rizzo. Der 47-jährige Deutsche André Breitenreiter erhält bei den Zürchern einen Zweijahresvertrag.

Gabriel Vilares
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André Breitenreiter wird am Mittwochnachmittag als neuer Cheftrainer den Medien vorgestellt.

André Breitenreiter wird am Mittwochnachmittag als neuer Cheftrainer den Medien vorgestellt.

Keystone

Ein Ex-Bundesliga-Coach übernimmt beim FC Zürich. Das hat sich bereits in den vergangenen Tagen angedeutet. Nun ist es aber nicht Manuel Baum, der beim FCZ übernimmt, sondern André Breitenreiter. Der 47-jährige Deutsche tritt die Nachfolge vom entlassenen Massimo Rizzo an und unterschreibt einen Vertrag bis 2023. Am Mittwochnachmittag ist Breitenreiter im Letzigrund den Medien vorgestellt worden.

«Der FC Zürich gehört zu den Top-Adressen im Schweizer Fussball und ich freue mich sehr auf die neue, spannende Aufgabe. Die Gespräche mit dem Präsidenten-Ehepaar Heliane und Ancillo Canepa sowie Sportchef Marinko Jurendic waren sehr angenehm und haben mir die Entscheidung leicht gemacht. Ich war direkt Feuer und Flamme.»

Vom Profi-Fussballer zum Coach

Der neue FCZ-Coach ist bis zu seinem Karriereende 2010 Profi-Fussballer. Der Offensivspieler läuft unter anderem für den HSV, Hannover 96 und den VfL Wolfsburg auf. 2011 tritt der Hannoveraner beim Regionalligisten TSV Havelse seine erste Trainerstation an. 2013 unterschreibt er beim Zweitligisten SC Paderborn. Im Mai des darauffolgenden Jahres führt Breitenreiter den kleinen Klub aus Ostwestfalen erstmals in die Bundesliga. Nach einem Jahr Erstklassigkeit gehts aber wieder in die zweite Bundesliga. Für ihn geht es in der Karriereleiter aber trotzdem nach oben. Im Sommer 2015 übernimmt er den Chefposten des Schweizers Roberto Di Matteo bei Schalke 04. Vor dem letzten Saisonspiel wird er bei den Königsblauen aber wieder freigestellt.

Die vorerst letzte Trainerstation führt André Breitenreiter im Frühling 2017 wieder in seine Heimat. Mit Hannover 96 schafft er den Aufstieg in die Bundesliga. Nach dem Klassenerhalt in der folgenden Saison muss er im Januar 2019 seinen Platz räumen. Das Team steht auf einem Abstiegsplatz. Seit diesem Zeitpunkt ist der Deutsche vereinslos. Bis jetzt, denn er habe sich bewusst aus familiären Gründen eine Auszeit genommen. Auf die genauen Gründen möchte er nicht eingehen.

Möchte nach seiner Trainer-Auszeit wieder voll angreifen.

Möchte nach seiner Trainer-Auszeit wieder voll angreifen.

Keystone

Der FC Zürich beendete die vergangene Saison auf dem enttäuschenden achten Tabellenrang. Breitenreiter möchte sich bei den Saisonzielen noch nicht zu weit auf die Äste rauslassen, aber: «Ich möchte für Aufbruchstimmung sorgen. Nicht in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft schauen. Mein Ziel ist es, die Mannschaft weiterzuentwickeln und attraktiven Offensivfussball anzubieten und Spieler aus der Academy in die 1. Mannschaft zu holen.»

FCZ-Präsident verfolgt den neuen Coach schon länger

Der FCZ-Präsident Ancillo Canepa beobachtet das Geschehen in der Bundesliga seit vielen Jahren eng und ist grosser Fan der deutschen Liga: «Ich hoffe, dass er die Bundesliga-Mentalität einbringen kann. Seine Trainerlaufbahn verfolge ich schon seit einigen Jahren. Mir hat imponiert, wie die von ihm trainierten Mannschaften seine Vorstellungen von Fussball konsequent umgesetzt haben.» Der Deutsche sei von Beginn weg der Favorit gewesen. Neben Breitenreiter und Baum sollen auch die Schweizer Giorgio Contini und Maurizio Jacobacci auf der Shortlist gewesen sein.