Wimbledon
Wimbledon-Schock: Enttäuschende Belinda Bencic scheitert in Runde eins

Die auf Position neun gesetzte Ostschweizerin (WTA 11) unterliegt der Slowenin Kaja Juvan sang- und klanglos 3:6, 3:6. Für Bencic endet Wimbledon erstmals in der ersten Runde.

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Für Belinda Bencic ist Wimbledon schon nach der ersten Runde vorbei.

Für Belinda Bencic ist Wimbledon schon nach der ersten Runde vorbei.

Keystone/Archiv

Ausgerechnet auf ihrem Lieblingsbelag Rasen hatte Belinda Bencic wenig zu bestellen, lag nach einem Doppelbreak rasch 0:5 zurück. Beim Stand von 3:5 vergab sie zwei Breakchancen und musste den ersten Satz abgeben. Auch im zweiten Abschnitt leistete sich die enttäuschende St. Gallerin zu viele Fehler. Die in der WTA-Weltrangliste 91 Plätze schlechter klassierte Slowenin Juvan trug nach 1:19 Stunden schliesslich einen klaren Zwei-Satz-Sieg davon.

Entsprechend ernüchtert zeigte sich Bencic im Anschluss. «Ich war mental nicht auf dem Platz. Ich hatte damit zu kämpfen. Ich spielte feige am Anfang, ich hätte mutiger und freier spielen können», sagte die 24-Jährige. Sie habe keine Erklärung für die Leistung. «Es war nicht so, dass ich nervös war, weil es ein grosses Turnier war. Ich weiss selber nicht, was schiefgelaufen ist.» Ob Bencic am WTA-Hartplatzturnier in Prag (12.-18. Juli) teilnimmt, steht bisher nicht fest. Sicher ist hingegen, dass sie am 19. Juli nach Tokio zu den Olympischen Spielen fliegen wird.

Für die Schweiz verläuft der Tag in Wimbledon allgemein nicht wunschgemäss: Schon Jil Teichmann war im Laufe des Tages an der Auftakthürde gescheitert, sie zog gegen die Italienerin Camila Giorgi den Kürzeren.

Erstes Wimbledon-Erstrundenraus für Bencic

Zuletzt hatte Bencic 2018 ein Major-Erstrundenaus hinnehmen müssen, als sie ihr Auftaktmatch an den US Open gegen die Weissrussin Aljaksandra Sasnowitsch verloren hatte. 2013 hatte die 24-Jährige das Turnier der Juniorinnen in Wimbledon gewonnen. Die Pleite gegen Juvan war für sie eine Premiere: Ein Out in der ersten Runde war ihr bei ihrem Lieblingsturnier bis anhin nicht unterlaufen. Zudem hatte sie zuvor nie gegen eine schlechter klassierte Gegnerin in Wimbledon verloren. (dur)

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