WM Oberstdorf
Nach 34 Jahren! WM-Team-Silber für Schweizer Langläuferinnen Fähndrich und van der Graaff

Die Schweizerinnen haben an der WM im deutschen Oberstdorf eine überragende Leistung gezeigt. Nadine Fähndrich kämpfte auf der letzten Ablösung und zündete den Turbo zu Silber. Die Siegerinnen kommen aus Schweden, Bronze geht an Slowenien. Bei den Männern gab es eine Enttäuschung.

Gina Kern
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Nadine Fähndrich hats allen gezeigt und sorgte auf der letzten Runde im butterweichen Frühlingsschnee von Oberstdorf (D) für fröstelnde Hühnerhaut. Die Davoserin gab nicht auf, überholte auf der letzten Runde aus der dritten Position heraus die Slowenin, die auf Rang zwei lag. Zog tapfer vorbei und blieb hartnäckig an der Führenden dran. Im Rücken der Schwedin Joanna Sündling erkämpfte sich Nadine Fähndrich Silber im Teamwettkampf für die Schweiz.

Der Trumpf Laurien von der Graaff und Nadine Fähndrich hat also gestochen! Eine Silberne, die wie eine Goldene glänzt! Die Schwedin Joanna Sündling sagte im Siegerinterview:

«Ich habe Nadines Atem gespürt, sie war so dicht hinter mir!»

Nadine Fähndrich erklärte nach dem Rennen, dass sie kurz an Gold dachte, weil sie spürte, dass sie noch genug Kraftreserve habe.

«Ich dachte: Das muss ich jetzt riskieren. Ich fühle mich gut! »

Doch die Schwedin Joanna Sündling liess sich nicht mehr einholen. Die beiden Schweizerinnen Fähndrich und van der Graaf umarmten sich im Schnee, konnten ihr Glück kaum fassen und zeigten sich nach dem WM-Silber denn auch überglücklich im Interview. Fähndrich:

«Es ist eine unglaubliche Erleichterung. Noch zwischen Halbfinale und Finale kamen wieder Zweifel auf. Erst als ich die Ziellinie überquerte, war der ganze Druck weg. »

Diese Medaille im Team-Sprint ist erst die zweite WM-Medaille für die Frauen nach Bronze von Evi Kratzer 1987 über 5 km klassisch.

Können ihr Glück kaum fassen: Fähndrich und van der Graaff.

Können ihr Glück kaum fassen: Fähndrich und van der Graaff.

Keystone

Bei den Männern verteidigt Norwegen mit Johannes Kläbo den Titel. Finnland holt Silber. Die Russen mit Alexander Bolschunow werden Dritte. Die Schweizer fallen auf den letzten Rang zurück.