Ostschweiz
Kleinflugzeug stürzt über Bodensee ab – Pilot lebend geborgen

Am Donnerstag stürzte ein Kleinflugzeug über dem Bodensee ab. Zuvor war das Flugzeug als vermisst gemeldet. Der Pilot konnte gerettet werden, die Unfallursache ist derweil noch unklar.

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Einsatzkräfte bei der Suche nach der abgestürzten Maschine im Bodensee

Einsatzkräfte bei der Suche nach der abgestürzten Maschine im Bodensee

Arthur Gamsa

(lex/tn/nro/dwa/rtl/mbu/dpo) Gemäss Informationen der St.Galler Kantonspolizei handelt es sich beim Piloten um einen 70-jährigen Deutschen, der im Tessin wohnhaft ist. Er startete alleine mit seinem zweimotorigen Flugzeug von Locarno aus mit dem Ziel Altenrhein. Aus bisher ungeklärten Gründen stürzte das Flugzeug dann bei Staad in den See, wie die Kantonspolizei am Donnerstag schreibt.

Die Polizei meldete das Flugzeug zunächst als vermisst und gab schliesslich nach 13 Uhr bekannt, dass das Flugzeug und der Pilot gefunden wurden. Laut Mitteilung war der Pilot ansprechbar und wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

Flugzeug befindet sich etwa 84 Meter unter Wasser

Das Flugzeug selbst ist mittlerweile gesunken, wie ein Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen auf Anfrage von CH Media sagt. Schätzungen zufolge befindet es sich in 84 Metern Tiefe. Dass es am Donnerstag noch aus dem See gezogen werden kann, sei eher unwahrscheinlich.

Die Einsatzkräfte organisierten derweil die Sicherung der Unfallstelle und die Tatbestandsaufnahme in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST. Wegen des Nebels sei die Sicht am Bodensee zum Zeitpunkt der Suche nach dem Unglücksflugzeug stark eingeschränkt gewesen. Nebst der Kantonspolizei St.Gallen standen auch die örtlichen Feuerwehren, die internationalen Seerettungsdienste sowie die Rega im Einsatz.

In der Bodensee-Region ist es bereits in Vergangenheit zu einem Flugzeugabsturz gekommen. Am kommenden Dienstag jährt sich der Absturz einer «Commander AC-90» in den Bodensee zum 32. Mal. Die Maschine der «Rheintalflug» stürzte beim Landeanflug auf den Flugplatz Altenrhein vor Rorschach in den Bodensee. Alle elf Insassen kamen ums Leben, darunter auch der österreichische Sozialminister Alfred Dallinger. Der Absturz wurde auf menschliches Versagen zurückgeführt, konnte aber nie restlos geklärt werden.

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