TESTPROJEKT
In Sitten können die selbstfahrenden Postautos neu per App bestellt werden

Im Sittener Quartier Uvrier wird mithilfe der vollautomatisierten Minibusse ein neues «on-demand»-Konzept getestet. Passagiere haben die Möglichkeit, ihre Fahrstrecke individuell zu wählen.

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Die Minibusse von Postauto sind in Sitten seit 2016 in Betrieb und haben über 50'000 Fahrgäste befördert.

Die Minibusse von Postauto sind in Sitten seit 2016 in Betrieb und haben über 50'000 Fahrgäste befördert.

zvg/Postauto

(frh) Seit 2016 sind in der Innenstadt von Sitten die beiden automatisierten Postautos «Valère» und «Tourbillon» in Betrieb, rund 54'000 Fahrgäste wurden seither befördert. Seit dieser Woche nun können die Anwohner im Sittener Quartier Uvrier die beiden Shuttles via App, Telefon oder Bahnhof-Touchscreen für eine Wunschstrecke buchen, wie Postauto in einer aktuellen Mitteilung schreibt. Im Rahmen eines sechsmonatigen Testbetriebs werden die Passagiere also nicht auf einer vorgegebenen Strecke transportiert, sondern nach Bedarf von A nach B gebracht.

Insgesamt 17 Haltestellen sind im ganzen Quartier anwählbar, ein elektronisches System vergleicht die Buchungen und versucht so, die Fahrten zusammenzulegen, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Damit sei man ökologischer unterwegs, schreibt Postauto, weil dadurch unnötige Mehrfahrten vermieden würden.

Der Testbetrieb im Wallis findet im Rahmen des EU-Projekts «Avenue» statt, das sich zum Ziel setzt, europaweit umsetzbare Konzepte für hochautomatisierte städtische Minibusse zu testen. In Sitten wird das Prinzip der selbstfahrenden Fahrzeuge mit dem on-demand-Prinzip kombiniert. Die Beteiligten versuchen unter anderem herauszufinden, ob sich das Mobilitätsverhalten der örtlichen Bevölkerung verändert, wenn neue Angebote bereitgestellt werden.