Ergebnis
On spurtet auf 1 Milliarde Umsatz zu – doch nicht alles ist positiv

Erneut vermeldet On ein starkes Wachstum: Der Schweizer Laufschuh-Hersteller steigerte im zweiten Quartal den Nettoumsatz um knapp 67 Prozent – und erhöht zum zweiten Mal die Wachstumsprognose für 2022.

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On konnte im ersten Halbjahr 2022 nach eigenen Angaben «sehr stark» zulegen.

On konnte im ersten Halbjahr 2022 nach eigenen Angaben «sehr stark» zulegen.

Keystone

Der Laufschuh-Hersteller On hat erneut ein sehr erfolgreiches Quartal hinter sich: Der Nettoumsatz stieg im zweiten Quartal des laufenden Jahres um 66,6 Prozent auf 291,7 Millionen Franken, wie On am Dienstag mitteilte. Dabei wuchs der Einzelhandel etwas stärker als der Direkthandel. Eine «andauernde, aussergewöhnlich hohe Nachfrage» in Nordamerika mit einem Wachstum von über 100 Prozent habe ebenfalls zum starken Ergebnis beigetragen.

Im Vergleich zum zweiten Quartal 2022 legte das Unternehmen beim Reingewinn stark zu – er lag bei 49,1 Millionen Franken. Etwas durchzogen war im zweiten wie schon im ersten Quartal die Entwicklung auf der Margenseite. So ist die Bruttogewinnmarge von 60,7 auf 55,1 Prozent gesunken, die bereinigte Ebitda-Marge von 15,7 Prozent auf 10,8 Prozent.

Zurückzuführen ist dies laut On auf den höheren Anteil der Luftfracht, was den Transport der Schuhe und Accessoires verteuerte. Dies war nötig, um die Lieferrückstände infolge der Fabrikschliessungen im Vorjahr aufzuholen.

On erhöht die Wachstumsprognose

Martin Hoffmann, Co-CEO und Finanzchef von On, freut sich über «den höchsten Quartalsumsatz in unserer Geschichte». Man beobachte weiterhin eine hohe Nachfrage nach On-Produkten in allen Regionen. Ausserdem geht Hoffmann davon aus, dass die «Lieferengpässe aufgrund von Fabrikschliessungen im letzten Jahr bald beendet sein werden».

So erhöht On aufgrund des «sehr erfolgreichen ersten Halbjahres» erneut seine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2022: Die Firma erwartet nun einen Nettoumsatz von mindestens 1,1 Milliarden Franken. Das wäre ein Wachstum von 52 Prozent gegenüber 2021. Dadurch würden «zusätzliche, wachstumsorientierte Investitionen in die Marke und das Team ermöglicht». Zuletzt stand die Firma wegen der Millionen-Saläre für die Chefs in der Kritik. (aka)