Firmenübernahme
Lipo wird österreichisch: XXXLutz kauft Schweizer Möbelkette

Die österreichische Möbelgruppe XXXLutz setzt ihre Einkaufstour in der Schweiz fort. Nach Möbel Pfister übernimmt das Unternehmen nun auch die 23 Filialen von Lipo.

Reto Wattenhofer
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Lipo: Der Name bleibt, auch wenn der Besitzer wechselt. (Archivbild)

Lipo: Der Name bleibt, auch wenn der Besitzer wechselt. (Archivbild)

Keystone

Die österreichische Möbelfirma XXXLutz Group setzt ihre Expansion in Europa fort. Davon betroffen ist auch die Schweiz. Wie das Unternehmen am Montag bekannt gab, kauft es von der Steinhoff International Holdings die Möbelkette Lipo. Die Übernahme umfasst neben den 23 Standorten auch den Onlineshop, das Logistikteam in Derendingen SO und das Servicecenter in Pratteln BL. Damit betreibt XXXLutz neu über 370 Einrichtungshäuser in 13 europäischen Ländern.

Der Markenname Lipo wird bestehen bleiben – ebenso auch der Hauptsitz in Pratteln. Lipo werde in der Schweiz weiterhin vom bestehenden Management eigenständig betrieben und trete selbstständig am Schweizer Markt auf, versichert XXXLutz in der Mitteilung. Auch alle 635 Mitarbeitenden von Lipo werden weiterbeschäftigt.

Der Verkauf wurde bereits Ende letzten Jahres unterzeichnet und steht gemäss Mitteilung noch unter Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden. Erwartet wird, dass die Transaktion bis Ende Juni 2022 abgeschlossen ist. Über den Kaufpreis haben die Unternehmen Stillschweigen vereinbart.

Gute Perspektive für Lipo

«Die Marke Lipo steht in der Schweiz für preisgünstiges Einrichten und ist die klare Nummer 1 am Schweizer Möbeldiskontmarkt. Wir wollen diesen Erfolg weiterführen und diese starke Position weiterentwickeln. LIPO wird in Zukunft zusätzlich von der grossen Einkaufskompetenz und Einkaufsstärke der XXXLutz Gruppe profitieren und so in eine gute und sichere Zukunft steuern», wird Thomas Saliger, Unternehmenssprecher der XXXLutz Gruppe, in der Mitteilung zitiert.

Zufrieden zeigen sich gemäss separater Mitteilung auch der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung von Lipo. Sie sind nach eigenen Angaben überzeugt, «dass die neue Eigentümerschaft ein ausgezeichnetes Umfeld für die weitere Entwicklung des Unternehmens bietet». Im Verbund mit der XXXLutz Gruppe könne Lipo von einer starken Einkaufskompetenz und Einkaufsplattform profitieren. Für die Mitarbeitenden biete der neue Eigentümer dank seiner «Finanzkraft und internationalen Aufstellung Sicherheit und attraktive Perspektiven».

2020 übernahm XXXLutz bereits die Pfister-Gruppe mit ihren 21 Filialen und im gleichen Jahr erfolgte auch die Übernahme der sechs Interio-Filialen in der Schweiz und deren Umwandlung in Mömax-Filialen.

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