Industrie
Gutes Halbjahresergebnis: Sulzer hat sich von der Pandemie erholt

Sulzer hat die Coronapandemie definitiv hinter sich gelassen. Im ersten Halbjahr legte der Schweizer Industriekonzern beim Umsatz und Gewinn deutlich zu.

Merken
Drucken
Teilen
Sulzer hat gegenüber dem Coronajahr wieder deutlich zulegen können.

Sulzer hat gegenüber dem Coronajahr wieder deutlich zulegen können.

Keystone

Das Unternehmen erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten des Jahres einen Umsatz von 1,7 Milliarden Franken. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von 9,2 Prozent, wie Sulzer am Donnerstag bekannt gab. Rechnet man die Akquisitionen heraus, betrug das Wachstum noch 6,1 Prozent. Sulzer konnte seinen Umsatz in allen Divisionen steigern.

Noch deutlicher fiel der Anstieg beim operativen Gewinn auf Stufe Ebit aus. Dieser schoss von 36 Millionen auf 128,7 Millionen Franken in die Höhe. Der den Aktionären zustehende Nettogewinn sprang von 15,4 Millionen auf 85,7 Millionen Franken. Einen Anstieg verzeichnete Sulzer auch bei den eingegangenen Bestellungen. Im zweiten Quartal betrug das Plus 8 Prozent. Über das ganze Halbjahr gesehen erreichte es das Vorjahresniveau (+0,2 Prozent).

Jahresprognose bestätigt

Entsprechend zufrieden zeigte sich Konzernchef Greg Poux-Guillaume: «Die Investitionen in unsere strategischen Wachstumsmärkte und unsere konsequenten Kostensenkungsmassnahmen im vergangenen Jahr zahlen sich jetzt aus», wird er in der Mitteilung zitiert.

Das dritte Quartal dürfte saisonal bedingt etwas schwächer ausfallen. Sulzer erwartet jedoch eine starke Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Für das Gesamtjahr 2021 geht das Unternehmen von einem Umsatzwachstum von 8 bis 10 Prozent aus.

Im ersten Quartal des laufenden Jahres hatte Sulzer eine starke Zunahme der Bestellungen (+9,2 Prozent) vermeldet. Über alle Bereiche gesehen gingen zwischen Januar und März bei Sulzer Bestellungen in der Höhe von 873,7 Millionen Franken ein. Die Zunahme ist aber eigentlich eine Erholung. Der Industriekonzern bekam im vergangenen Jahr die Coronapandemie zu spüren. Er verzeichnete einen Rückgang beim Umsatz auf 3,3 Milliarden (-4,6 Prozent) und beim Nettogewinn auf 87 Millionen Franken. Dieser lag im Vorjahr noch bei 158 Millionen. Der Bestellungseingang ging um 2,2 Prozent auf 3,4 Milliarden Franken zurück. (rwa)