Wohnen
Mobimo steigert Gewinn – aber die Mieteinnahmen stagnieren

Die Stagnation sei auf die Unterstützungsmassnahmen für die Mieterschaft aus den Branchen Gastronomie, Hotel und Detailhandel zurückzuführen, schreibt das Luzerner Immobilienunternehmen.

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Der Mietertrag des Mattenhofquartiers floss bei Mobimo 2020 erstmals für die gesamte Periode ein.

Der Mietertrag des Mattenhofquartiers floss bei Mobimo 2020 erstmals für die gesamte Periode ein.

Bild: PD

(gr) Das Immobilienunternehmen Mobimo mit Holdingsitz in Luzern konnte im vergangenen Jahr trotz der Coronapandemie seinen Gewinn steigern. Es erwirschaftete 2020 ein Betriebsergebnis (Ebit) von 115,5 Millionen Franken exklusive Neubewertungen; im Vorjahr waren es noch 82,5 Millionen Franken gewesen. Der Gewinn stieg von 61,7 auf 69,7 Millionen Franken.

Die Mieteinnahmen gingen dagegen leicht zurück. Der Erfolg aus Vermietungen lag per Ende Jahr mit 105,1 Millionen Franken knapp unter dem Niveau des Vorjahres (106,7 Millionen Franken). Die Stagnation sei auf die Unterstützungsmassnahmen für die Mieterschaft aus den Branchen Gastronomie, Hotel und Detailhandel zurückzuführen, schreibt die Mobimo in einer Mitteilung. Diese beliefen sich auf insgesamt 6,5 Millionen Franken.

Der Leerstand im Anlageportfolio stieg von 3,8 Prozent auf 5,5 Prozent. Im Bereich Wohnen sei die Vermietung weiterhin dynamisch, heisst es in der Mitteilung weiter. Dagegen gestalte sich die Erstvermietung von kommerziellen Flächen momentan eher anspruchsvoll. Dennoch gibt sich Mobimo bezüglich des weiteren Verlaufs der Pandemie und der konjunkturellen Erholung vorsichtig optimistisch. Die teilweise coronabedingten Marktkorrekturen habe man dank des diversen Anlageportfolios mit einem hohen Wohnanteil bisher gut absorbieren können.

Mobimo ist primär in den Regionen Zürich und Luzern tätig, wo sich jeweils rund 40 Prozent des Portfolios befinden. Rund zwei Fünftel des Mietertrags werden im Wohnbereich erzielt. Investiert hat Mobimo beispielsweise in das Mattenhofquartier in Kriens, dessen Mietertrag 2020 erstmals für die gesamte Periode mit einfloss.