Städtli-Bibliothek Lichtensteig

LESETIPS Shirley Falls, eine typische Kleinstadt in Maine mit hoher Arbeitslosigkeit, vielen Alten, wenig Jungen, wirtschaftlichem Niedergang, in neuester Zeit auch noch Aufnahmeort für moslemische Flüchtlinge aus Somalia, erschüttert ein Skandal.

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LESETIPS

Shirley Falls, eine typische Kleinstadt in Maine mit hoher Arbeitslosigkeit, vielen Alten, wenig Jungen, wirtschaftlichem Niedergang, in neuester Zeit auch noch Aufnahmeort für moslemische Flüchtlinge aus Somalia, erschüttert ein Skandal. Der 19jährige verschlossene Zachary lässt eines Tages einen halb aufgetauten Schweinekopf in die behelfsmässige Moschee rollen. Seine alleinerziehende Mutter Susan, als einzige der drei Burgess-Geschwister hier geblieben, wird mit dem Skandal allein nicht fertig. Und so bittet sie ihre beiden Brüder um Hilfe.

Jim, der reiche Karrierejurist, lebt mit seiner Frau Helen in einem schönen grossen Haus. Bob, auch Jurist, war noch nie besonders erfolgreich, ist geschieden, und seine beste Freundin ist immer noch die Ex-Frau. Widerstrebend kehren die Brüder in die Heimatstadt zurück. Mit ungeahnter Macht holt sie dort jedoch die Vergangenheit wieder ein!

Strout, Elizabeth: Das Leben, natürlich, Luchterhand, 400 Seiten (L)

Bibliothek Wattwil

England, 1957: Die junge Londonerin Erin lässt ihren untreuen Bräutigam am Altar stehen und reist mit ihrem Onkel nach Australien, wo dieser mit Opalen handelt. Sie richten sich in der Stadt Coober Pedy ein. Doch es kostet Erin einige Mühe, sich an die Hitze und die Trockenheit des Outbacks zu gewöhnen, ebenso wie an die rauhen Sitten auf den Opalfeldern. Schliesslich lernt sie den jungen, englischen Opalschürfer Jonathan kennen, der sie sofort fasziniert, aber unerreichbar zu sein scheint.

Haran Elizabeth: Jenseits des leuchtenden Horizonts, Ehrenwirth, 540 Seiten (W)

Bibliothek Bütschwil

Daniel ist seit seiner Geburt schwer herzkrank und verbrachte seine ersten fünf Lebensjahre fast ausschliesslich im Krankenhaus. Seine Lebenserwartung ist nie sehr hoch gewesen, und Daniel weiss, dass jeder Tag sein letzter sein könnte. Lars Amend begleitet den schwerkranken Jungen. Der «grosse Bruder» schläft im Gästezimmer, geht mit Daniel in die Schule, zu Ärzten, ins Hospiz. Sie schauen zusammen Champions League und drücken ihrem Lieblingsverein, dem FC Bayern München, die Daumen. Die beiden Freunde teilen ihre Gedanken, Träume und Geheimnisse.

Meyer Daniel mit Amend Lars: Dieses bescheuerte Herz; Über den Mut zu träumen, Biographie Krüger Verlag, 351 Seiten

Bibliothek Büelen Nesslau

«Kein Schriftsteller, der bei Trost ist, schreibt eine Autobiographie», lautet der erste Satz. Urs Widmer hat die eigene Warnung in den Wind geschlagen und ein grossartiges Erinnerungsbuch verfasst. Mit dreissig begann sein Leben als Schriftsteller. Die Zeit davor bildet das Fundament seines Werks, und ihr ist dieses Buch gewidmet, den Fakten und Erinnerungen, wie es «tatsächlich» war. Eine persönliche Geschichte aus den für die Weltgeschichte so entscheidenden Jahren 1938–1968.

Urs Widmer: Reise an den Rand des Universums, Diogenes, 352 Seiten

Bibliothek Mosnang

Nach der Entführung ihres Adoptivsohns steht Stephanie Harker unter Schock. Denn Jimmy ist das Kind ihrer verstorbenen Freundin Scarlett Higgins, der sie gelobt hatte, ihn zu hüten wie ihren Augapfel – und nun ist Jimmy verschwunden, vielleicht für immer. Alles hat mit Stephanies Beruf als Ghostwriter angefangen. Sie soll Scarletts Autobiographie verfassen, ist zunächst jedoch angewidert. Denn Scarlett ist ein Billig-Promi, die es mit einer Reality-Soap im Fernsehen zu zweifelhaftem Ruhm gebracht hat. Doch Stephanie entdeckt auch andere Seiten an ihr, und die beiden werden schliesslich beste Freundinnen. Unvermeidlich erhält Stephanie vollen Einblick in das Leben eines Yellow-Press-Stars. Doch was hat das alles mit Jimmys Entführung zu tun? Ist Stephanie etwas Entscheidendes entgangen? Oder ist alles nur Zufall? In einem verzweifelten Wettlauf gegen die Zeit versucht Stephanie, den Entführer ihres Sohnes zu finden – und erlebt eine Überraschung, die ihr ganzes bisheriges Dasein bis in die Grundfesten erschüttert.

McDermid Val: Der Verrat, Droemer, 507 Seiten

Dorfbibliothek Brunnadern

Webster rettet Sheila das Leben. Er ist Rettungssanitäter, jung und enthusiastisch. Sie ist auf der Flucht vor ihrem alten Leben, rastlos und reizbar. Webster verliebt sich in die eigenwillige, schöne Frau. Für eine kurze Zeit sind sie glücklich miteinander, dann fühlt sich Sheila von dem beschaulichen Leben eingeengt und flüchtet in den Alkohol. Nicht lange, nachdem ihre Tochter Rowan geboren wird, verschwindet sie. Achtzehn Jahre vergehen, ohne dass Webster je von ihr hört. Aber als sich Rowan plötzlich verändert, rebelliert und sich ihm entzieht, weiss er, dass nur eine Person seiner Tochter helfen kann: Sheila.

Shreve Anita: Beim Leben meiner Familie, Piper, 336 Seiten

Bibliothek Ebnat-Kappel

Ihre Geschichte sorgte international für Erschütterung: Am 9. Oktober 2012 wird die junge Pakistanerin Malala Yousafzai auf ihrem Schulweg von Taliban-Kämpfern überfallen und brutal niedergeschossen. Die Fünfzehnjährige hatte sich den Taliban widersetzt, die Mädchen verbieten, zur Schule zu gehen. Obendrein führte sie für die BBC ein vielbeachtetes Blog-Tagebuch über ihren Alltag unter den Islamisten. Damit war ihr Todesurteil gefällt. Die Kugel traf Malala aus nächster Nähe in den Kopf; doch wie durch ein Wunder kam das mutige Mädchen mit dem Leben davon. Schon hat sie erklärt, dass dieser Anschlag sie nicht davon abhalten wird, auch weiterhin für die Rechte von Kindern, insbesondere Mädchen, einzutreten. Für ihr aussergewöhnliches Engagement wurde Malala für den Friedensnobelpreis nominiert. Dies ist ihre Geschichte.

Malala Yousafzai: Ich bin Malala: das Mädchen, das die Taliban erschiessen wollten, weil es für das Recht auf Bildung kämpft, Droemer 288 Seiten

Gemeindebibliothek Mogelsberg

Ein göttliches Abenteuer entlang der Stätten des ersten mittelalterlichen Kreuzzuges: Von Istanbul, der Stadt zwischen Okzident und Orient, reist Schwester Jordana bis nach Jerusalem, in einem roten Chevrolet, auf der Autobahn oder der Wüstenpiste, kreuz und quer durch die Türkei, den Libanon und Israel. Sie erlebt sechs Wochen voller spannender Ereignisse, begegnet ungewöhnlichen Menschen, lernt dabei auf besondere Art die drei grossen Weltreligionen kennen und setzt sich gleichzeitig ganz persönlich mit ihrem eigenen Glauben und Ordensleben auseinander. «Ich bin keine Nonne, sondern eine Schwester. Was ist der Unterschied? Schwestern sind Frauen, die in einen Orden eintreten, der sich der Arbeit mit und für die Menschen widmet. Nonnen sind diejenigen, die vorrangig beschaulich leben, gern in Klausur hinter Klostermauern, die aber längst nicht so unüberwindbar sind, wie viele glauben.»

Jordana Schmidt: Auf einen Tee in der Wüste, Rowohlt, 288 Seiten