Studie

Artenschutz und Lehrplatz: Deshalb befürworten die Schweizer Zoos

Im Aquatis in Lausanne können Kinder bedrohten Tierarten nahe kommen.

Im Aquatis in Lausanne können Kinder bedrohten Tierarten nahe kommen.

Drei Viertel der Schweizerinnen und Schweizer sind für Zoos. Dies ergab eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Forsa. Der am häufigsten genannte Grund ist der Schutz und Erhalt von Arten.

(sku) Schweizer finden es grundsätzlich richtig, dass es Zoos und Wildparks gibt. Zu diesem Schluss gelangt eine Studie des deutschen Meinungsforschungsinstituts Forsa, das eine Umfrage in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchführte. Wie der Wildnispark Zürich am Donnerstag mitteilt, schätzt es die Mehrheit, dass Zoos zum Schutz der Biodiversität durch die Haltung und Zucht von bedrohten Tierarten beitragen. Auch werden Zoos als Bildungsinstitution, ausserschulischer Lernort, Erholungsraum und Kompetenzzentrum für Tier-, Arten- und Naturschutz wahrgenommen.

Eine grosse Mehrheit von 80 Prozent der Befragten attestiere Zoos zudem fachliche Kompetenz in der Tierhaltung und dass diese verantwortungsvoll mit ihren Tieren umgehen. 61 Prozent finden es in Ordnung, dass Wildtiere in Zoos gehalten werden. Gleich viele Befragte sind auch der Meinung, dass ein Virtual-Reality-Zoo nicht dieselbe Erfahrung bieten würde wie ein Besuch in einem echten Zoo. 14 Prozent der Befragten lehnen Zoos ganzheitlich ab.

70 Prozent der der Umfrage-Teilnehmer haben sich derweil für eine finanzielle Unterstützung der Zoos durch die öffentliche Hand ausgesprochen. Da die Umfrage noch vor der Coronakrise durchgeführt wurde, ist dieses Resultat laut dem Wildnispark Zürich insofern relevant, da die Zoos keine finanzielle Unterstützung des Bundes erhalten hätten.

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