Trendsport

Knall, platsch, «Arschbombe»: Wenn einer aus 43 Metern Höhe springt

Sie machen die grosse Katze, den Anker, das Brett, die Kanonenkugel oder die Kartoffel und der Beste von allen ist Elvis. Alles Bahnhof? Von wegen. Hier geht es um eine neue Trendsportart und seinen Vorzeige-Könner.

Bei der sogenannten Splashdiving-Weltmeisterschaft geht es darum, beim Sprung vom 10-Meter-Turm so viel Wasser wie möglich so laut wie möglich zu verdrängen. Sie denken, das sei ein Witz? Irrtum. Es ist eine relativ neue Wassersportart, die als Show- oder Turnierspringen ausgeführt werden kann.

Ziel dabei ist es, beim Aufprall auf das Wasser möglichst viel davon in die Höhe zu spirtzen. Auch die Spritzrichtung des Wassers kann für die Bewertung relevant sein. Zugelassen sind nur Athleten, sie sich beim Sportclub Bombing Bounce vorstrellen, dort eine Prüfung ablegen und ein Abzeichen bekommen. Die Sprünge tragen viele Namen - die Katze, der Anker, die Kartoffel, das Brett usw.-, lassen sich aber alle unter dem Sammelbegriff Rettungssprung subsummieren. Die beliebteste Variante ist die Arschbombe.

Ein Berliner ist Weltmeister

In diesem Jahr gewann den im Tirol ausgetragene Wettbewerb der 27-jährige Berliner Christian Guth, genannt «Elvis» (Guths Hüftschwung soll es in sich haben). Er ist bereits mehrfacher Splashdiver-Weltmeister. Eigenen Angaben zufolge soll er bereits als Sechsjähriger von einem Zehnmeterbrett gesprungen sein. Zu einem seiner extremsten Sprünge zählt die Schraube vorwärts mit fünfeinhalb Rotationen und abgeschlossen durch eine -natürlich perfekte - Arschbombe. Weh tut der Aufprall übrigens vor allem bei ungeübten Nachahmern. Perfekte Körperbeherrschung und viele, viele Übungssprünge helfen, sagt Guth. (cls)

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