Zweifelhafte Auszeichnung

«Emma» kürt Rapper Kollegah zum grössten Sexisten des Jahres

Nicht sexy, sondern sexistisch - und homophob und antisemitisch: So sieht die Frauenzeitschrift "Emma" den Rapper Kollegah und verleiht ihm dafür die Auszeichnung  "Sexist Man Alive 2019". (Archivbild)

Nicht sexy, sondern sexistisch - und homophob und antisemitisch: So sieht die Frauenzeitschrift "Emma" den Rapper Kollegah und verleiht ihm dafür die Auszeichnung "Sexist Man Alive 2019". (Archivbild)

Die feministische Zeitschrift «Emma» hat den umstrittenen Gangster-Rapper Kollegah zum «Sexist Man Alive 2019» ausgerufen.

Künftig werde man den "Emma"-Award für den grössten Sexisten jedes Jahr verleihen, teilte die von Alice Schwarzer geleitete Redaktion am Dienstag in Köln mit.

Es sei gar nicht so einfach gewesen, den Würdigsten herauszufinden. "Da drängelten sich die Anwärter. Doch einer ragte klar aus der Menge heraus mit seinem enthemmten Sexismus, Antisemitismus und Islamismus: der Rapper Kollegah." Er habe sich den Negativpreis mehr als verdient, hiess es. "Wir gratulieren, Kollegah!"

In einem direkt an den Musiker gerichteten Schreiben hiess es: "Keiner ist so sexistisch, homophob und so antisemitisch wie du." Dieser Antisemitismus sei kein Ausrutscher, sondern habe System. Seine Textzeilen haben Kollegah massive Antisemitismusvorwürfe eingebracht, er selbst wies die Beschuldigungen zurück. Das Wortspiel "Sexist Man Alive" leitet sich vom Titel "Sexiest Man Alive" ab, den das US-Magazin "People" jährlich verleiht.

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