«SommerTalk»
«Ich paffe jetzt seit 68 Jahren und mir geht es immer noch gut»: Zu Besuch bei Zigarrenpatron Villiger

Genussvoll zieht Heinrich Villiger an einer Zigarre. Drei am Tag gönnt sich der 88-Jährige noch. Früher waren es mehr. Ein Herzinfarkt zwang den Aargauer zum Umdenken. Dennoch sagt er im sommerlichen Gespräch in seiner Zigarrenfabrik: «Paffen ist harmlos.»

Merken
Drucken
Teilen

Heinrich Villiger hat den Tabak im Gefühl. Beim Gespräch in der Sendung «SommerTalk» auf Tele Züri und Tele M1 demonstriert er, wie man Tabakblätter mit riechen und fühlen auf ihre Qualität testet. Villiger leitet die Villiger Holding mit Hauptsitz im luzernischen Pfeffikon an der Grenze zum Aargau in der dritten Generation.

Trotz eines Herzinfarkts gönnt sich der 88-jährige «Stumpenpatron», der in Full-Reuenthal im Zurzibiet wohnt, auch heute noch drei Zigarren täglich. «Ich rauche jetzt seit 68 Jahren Stumpen und Zigarren und es geht mir immer noch gut», sagt er.

«Dank meiner Frau habe ich überlebt»

«Aber auch Sie hatten Herzprobleme, einen Herzinfarkt. Das könnte man aufs Rauchen zurückführen», wendet Moderator Roman Wasik ein.

«Ja gut», wiegelt Villiger ab. Und erzählt dann lieber, wie er den Infarkt vor zehn Jahren den Infarkt dank seiner Frau überlebt hat. Seine Frau, eine Tochter aus der Zigarren-Dynastie Burger, der er damals beim Reiten näher kam.

Villiger
9 Bilder
Stand für den Aufbruch: Robert Suter (58), der im Frühling CEO der Villiger Gruppe wurde, nun aber schon wieder aus dem Unternehmen ausgeschieden ist.
Heinrich Villiger führt sein Unternehmen in dritter Generation.
Heinrich Villiger als junger Mann, wie er Tabakblätter in Kuba prüft.
Heinrich Villiger, der in Full-Reuenthal AG wohnt, bezeichnet seine Firma als «Lebenswerk». Nach der Handelsmatur trat er 1950 in das Unternehmen ein. Nach Weiterbildungen im Ausland wurde er 1954 Teilhaber in der Firma. Nach dem Tod seines Vaters 1966 führte er das Unternehmen zusammen mit seinem Bruder Kaspar, bis dieser 1989 Bundesrat wurde und aus dem Unternehmen ausscheiden musste.
5. September 2008: Heinrich Villiger und sein Bruder Kaspar Villiger bei der Feier zum 120-jährigen Bestehen der Firma auf Schloss Lenzburg.
15. Oktober 1986: Heinrich und Kaspar Villiger präsentieren Zigarren der Linie "San Luis Rey" in Zürich.
Heinrich Villiger beim Zigarrerauchen, porträtiert in einer Werkhalle in Waldshut-Tiengen (D).
Zigarren aus der Villiger-Produktion.

Villiger

Alex Spichale

Es komme ja auch darauf an, wie man raucht. «Man sollte den Rauch nicht in die Lunge ziehen. Ich will die Zigaretten jetzt nicht verteufeln, aber der Zigarrenraucher pafft nur, deshalb ist Zigarrenrauchen harmlos.»

Heinrich Villiger «springt» also weiterhin noch rum, wie er sagt und amtet in seiner Holding als Präsident der beiden Verwaltungsräte. Ein externer CEO hatte 2017 mit Robert Suter ein kurzes Gastspiel.

Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU. (Mai 2017)
31 Bilder
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU. Tabakballen in der Tabakaufbereitung.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU. Sema Uysal bei der Wickelproduktion und Kontrolle der "Villiger Premium No 6 Sumatra" Zigarren.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU. Eine alte Werbetafel für Villiger Zigarren.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU. Eine Mitarbeiterin arbeitet an der Station, wo "Villiger Premium 7 Sumatra" Zigarren geschnitten und verformt werden.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU. Ein Mitarbeiter liefert Tabak-Ballen auf einem Europallett an.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU. Sema Uysal bei der Wickelproduktion und Kontrolle der "Villiger Premium No 6 Sumatra" Zigarren.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU. Diese Gegenstände wurden bei der Reinigung des Tabaks im Tabak gefunden.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU. Die Station, an der "Villiger Premium 7 Sumatra" Zigarren geschnitten und verformt werden.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU. Eine "Habana" Feu - Zigarre mit Wickel und Umblatt.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU. "Villiger Premium 6 Sumatra" Zigarren werden in eine Kiste verpackt.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU. Zyrafete Arifaj bei der Arbeit mit "Villiger Premium 6 Sumatra" Zigarren.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU. Abpackung der Rio 6 rund Zigarren.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU. Selvi Calimli arbeitet in der Produktion.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU. Produktion der «Villiger-Kiel Sumatra» mit Mundstück.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU. Eine alte Werbetafel für Villiger Zigarren.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU. Päckchen der Zigarren "Rio 6 rund".
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU. Lotti Holliger bereitet die Verpackung der «Rio 6» vor.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU. Blick in die moderne Produktionshalle.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU. Betriebsleiter Werner Rudin in der modernen Produktionshalle.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU. Maria Colona Giullo kontrolliert die Sweets.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU.
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU. Päckchen der "Villiger-Kiel Sumatra"
Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU. Mehrere Päckchen der «Villiger Premium No 6. Sumatra» liegen auf einem Tisch.

Impressionen aus der Zigarrenfabrik Villiger in Pfeffikon LU. (Mai 2017)

Sandra Ardizzone

An der Firma hängt er, das mit dem gesunden Leben sieht er «fatalistisch», wie er sagt: «Man lebt ja nicht ewig, ich habe nicht das Ziel, 110 Jahre alt zu werden.»

Sehen Sie hier den «SommerTalk» mit Heinrich Villiger in voller Länge: