Shitstorm

Indonesische Sängerin empört mit Video vom Holocaust-Denkmal

Die indonesische Sängerin Syahrini (r) - hier 2015 in Grindelwald - kommt viel rum. Kürzlich war sie in Berlin und postete vom Holocaust-Mahnmal ein Video, in dem sie begeistert fragte: "Ist es nicht schön hier? Das ist der Ort, an dem Hitler die Morde beging". Kam nicht gut an. (Twitter)

Die indonesische Sängerin Syahrini (r) - hier 2015 in Grindelwald - kommt viel rum. Kürzlich war sie in Berlin und postete vom Holocaust-Mahnmal ein Video, in dem sie begeistert fragte: "Ist es nicht schön hier? Das ist der Ort, an dem Hitler die Morde beging". Kam nicht gut an. (Twitter)

«Ist es nicht schön hier? Das ist der Ort, an dem Hitler die Morde beging»: Mit diesem Satz aus einem am Berliner Holocaust-Mahnmal aufgenommenen Video hat die berühmte indonesische Sängerin Syahrini einen Shitstorm ausgelöst.

Der Clip wurde am Donnerstag auf Instagram hochgeladen, ist aber mittlerweile gelöscht worden. Ein Twitter-Nutzer, Riyan Wahyudi, schrieb: "Leute, seid nicht wie Syahrini. Seid so reich und erfolgreich wie sie, aber nicht so ungebildet." Das 2005 eingeweihte Mahnmal erinnert an die von den Nationalsozialisten ermordeten Juden.

Die Sängerin, die auch als Model arbeitet, hat auf Instagram fast 21 Millionen Follower. Neben dem Video postete sie ein Foto, das sie und eine Freundin stehend auf einer der Stelen am Holocaust-Mahnmal zeigt. Syahrini befand sich nach eigenen Angaben in Deutschland, um ihre Stimmbänder von einem Kehlkopfspezialisten untersuchen zu lassen. Sie selbst äusserte sich bisher nicht zu den Vorwürfen.

Syahrini ist im muslimisch geprägten Indonesien nicht nur wegen ihres Gesangs, sondern auch wegen ihres extravaganten Lebensstils ein Begriff. Sie postet regelmässig Fotos, auf denen sie an schicken Orten zu sehen ist und Luxusartikel trägt.

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