Die öffentlichkeitswirksame Selbstenblössung über das vergangene Wochenende war jedoch nicht ganz selbstlos, sondern Teil einer Werbekampagne: Anlass des Nonstop-Livestreams aus ihrem Haus in Los Angeles ist die Veröffentlichung des fünften Albums "Witness" der Sängerin.

Die Zuschauer wurden Zeugen von Perrys Alltag, konnten sie beim Schlafen, Kochen oder Knuddeln mit ihrem Hund Nugget, bei Yoga-Übungen und im Smalltalk mit anderen Prominenten beobachten. Die 32-Jährige plauderte vor den 41 Kameras aber auch über ihre Selbstzweifel. Als sie von ihren Depressionen sprach, gegen die sie in Therapie sei, brach die Sängerin in Tränen aus.

"Ich bin ein Mensch, aber ich lebe unter diesem verrückten Mikroskop", sagte sie. Die Kunstfigur Katy Perry sei stark, reich und erfolgreich, sie selbst aber schäme sich, dass sie sich "so schwach und niedergeschlagen" fühle. Als Katheryn Hudson, wie Perry mit bürgerlichem Namen heisst, habe sie "kein Geld, keinen Einfluss gehabt, ich hatte nichts".