Nach nur einer Amtsperiode abgewählt. Und das, obwohl er noch vor vier Jahren das beste Ergebnis erreicht hatte. Diese Niederlage macht Oskar Freysinger wohl sehr zu schaffen. Denn laut Walliser Bote habe es keine geordnete Amtsübergabe an seinen Nachfolger Christophe Darbellay gegeben. Darüber beklagte sich Staatsrat Darbellay vor dem Walliser Parlament: «Ich habe ein völlig leeres Büro vorgefunden. Ich habe Oskar Freysinger mehrmals angerufen, um eine geordnete Übergabe durchführen zu können.» Eine solche sei aber nie zustande gekommen.

Davon lässt sich der Staatsrat jedoch nicht unterkriegen. Dank seinen «sehr guten Dienstchefs» habe sich Darbellay einen guten Überblick verschaffen können. Er blickt positiv in die Zukunft: «Es geht darum, diese Zeit hinter uns zu lassen und die Missstände aufzuarbeiten, die in dieser Zeit entstanden sind», erklärte Darbellay. «In der letzten Legislatur wurden im Bildungsbereich Regeln mit Füssen getreten und neue Regeln aufgestellt, die zu Chaos und Misstrauen führten.» Dieses Kapitel wolle er jetzt zuschlagen. «In der Schule hat es Platz für alle Schüler. Für Behinderte und für Hochbegabte.»