Sex sells

«Âllo»? Diese Schweizerin verludert und versext ganz Frankreich

Mit einem dümmlichen Satz in einer Realityshow hat die Genferin Nabilla Benattia in Frankreich zweifelhaften Ruhm erlangt. Das Video der vollbusigen 20-Jährigen wurde im Internet bereits über 10 Millionen Mal angeklickt und x-fach parodiert.

Paris Hilton und Kim Kardashian in den USA, Daniela Katzenberger in Deutschland - und jetzt Nabilla Benattia in Frankreich. Die 20-jährige Genferin spielt in der Grande Nation seit einigen Wochen die Rolle als sexy It-Girl. In anderen Worten: Sie ist in aller Munde, ohne etwas Besonderes geleistet zu haben. In TV-Diskussionssendungen wird sie nicht wegen ihres grossen Intellekts eingeladen, sondern wegen ihres grossen Vorbaus - und einem imaginären Telefongespräch.

Quelle: Youtube/Cocoweb85

Nabilla

In der Fernsehsendung «Les anges de la téléréalité», etwa «Die Engel der Realityshows», konnte Nabilla kaum glauben, dass eine andere Teilnehmerin kein Shampoo hatte. Die rechte Hand zu einem Telefonhörer geformt fragte sie: «Euh, âllo! non, mais âllo, quoi. Du bist ein Mädchen und hast kein Shampoo? Âllo, âllo?! Ich weiss nicht, hört ihr mich? Das ist, als würde ich dir sagen, du bist ein Mädchen und hast keine Haare.»

15'000 Euro für ein Interview

Die ungewollt komische Realsatire machte Nabilla über Nacht zur Berühmtheit. Im Internet wurde das Video bereits über 10 Millionen Mal angeklickt. Scherzkekse machen sich über das vollbusige Model lustig und ahmen die Szene genüsslich nach. Die Parodien sind bei der französischen Onlinegemeinde noch beliebter als das Original und kommen zusammen auf etwa 15 Millionen Klicks.

Der zweifelhafte Ruhm zahlt sich für Nabilla - zumindest im Moment - aus. Peoplemagazine sollen für ein Interview mit ihr bis zu 15'000 Euro bezahlen. Die Tochter eines Vaters aus Algerien und einer Mutter aus Kalabrien weiss in den Gesprächen zu unterhalten. Sie wechselt zwischen Selbstironie und Realsatire.

Ihr Vorbild ist Kim Kardashian, deren Berühmtheit unter anderem auf einem im Internet veröffentlichten Amateur-Pornovideo basiert. Als gewünschten Wohnsitz nennt Nabilla die Playboy Mansion, das Anwesen von «Playboy»-Gründer Hugh Heffner. Mit nackter Haut hatte Nabilla ganz offensichtlich nie ein Problem. Ihre Laufbahn lancierte sie mit der Wahl zur Miss Autosalon 2011. Daraufhin war sie in der TV-Realityshow «l'Amour est aveugle», «Liebe ist blind», zu sehen. In dieser begegnen sich die Teilnehmer in vollkommener Dunkelheit. Nach den ersten Fernsehauftritten liess sich Nabilla die Brüste vergrössern. Dazu steht sie. Im Gesicht habe sie aber nicht nachgeholfen, ihre fleischigen Lippen verdanke sie ihrem Vater.

«Âllo, âllo?!» ist geschützt

Bei all der Aufmerksamkeit müsste es Nabillas Biografie eigentlich längst ins Wikipedia geschafft haben. Doch das blieb ihr bisher - zumindest auf französisch - verwehrt. Die Wikipedia-Gemeinschaft stimmte gegen eine Aufnahme, da die Mehrheit der Meinung war, dass die vollbusige junge Dame dafür zu wenig geleistet habe. Ihr Eintrag ist deshalb nur in der englischen Version der Online-Enzyklopädie zu finden. Stoff für ein Kapitel «Gerüchte» wäre schon jetzt genug vorhanden. Beispielsweise heisst es, dass Nabilla wegen Betrugs einen Monat lang in einem Genfer Gefängnis gesessen haben soll.

Nabilla Parodie

Für ihren Paradesatz liessen der Sender NRJ 12, der Nabilla vermarktet, und sie selber übrigens die Patentrechte schützen - als Marke. Niemand soll künftig für ein Produkt werben und dazu Nabillas improvisierte Prosa verwenden können. Und falls doch, soll man dafür bezahlen. Man darf gespannt sein, wie lange das Patentrecht eine Berechtigung hat.

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