Das italienische Wort ist die Verkleinerungsform von "Seiltänzer". "Zuhause verbringe ich viel Zeit auf dem 'Funambolino'", sagt der Artist. Das Gerät imitiert die Eigenschaften seines Hochseils.

David Dimitri telefoniert auf der Stange stehend oder plant gar seine Vorstellung, während er auf dem "Funambolino" balanciert. Das Balancieren vergleicht der Artist mit dem Balanceakt des Lebens. Auch da gehe es doch darum, nicht abzustürzen, die Waage zu halten.

Und für ihn gelte bei Balanceakten auf dem Hochseil wie im Leben: "Es ist so vieles möglich, man muss nur dran glauben." An sein Soloprogramm glaubte er von Anfang an, auch wenn viele Kollegen ihm zu Beginn davon abgeraten hätten.

Unterstützung erhalten hat Dimitri immer von seinen Eltern, die 1971 das Teatro Dimitri in der Nähe von Ascona gegründet haben. "Wir haben engen Kontakt, tauschen uns aus über Projekte, fachsimpeln und philosophieren", sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Dimitri tourt seit sieben Jahren mit seiner One-Man-Show "L’homme cirque" durch die Welt. Diesen Herbst ist er in Frankreich unterwegs. Dimitri gewinnt der Einsamkeit auch Positives ab, es sei jedoch nicht einfach, so oft von seinen beiden Kindern Robin und Noemi sowie seiner Freundin Arianna getrennt zu sein, sagte er.