"Wahrscheinlich ist meine Vorstellungskraft ohnehin schon überladen und die psychedelische Wirkung war desaströs", erzählte der 69-Jährige im Interview mit dem "Blick". Erst sei er zwar stundenlang mit anderen um ein Feuer gesessen, habe Musik gehört und eine gute Zeit gehabt. "Dann schliefen alle anderen ein, aber ich blieb wach und sah Schlangen aus meinem Bauch kriechen".

Heute nehme er keine Drogen mehr. Der Grund: "Ich bin auf mein Gedächtnis angewiesen." Diese zu verbieten hält der Schriftsteller allerdings für falsch. "Alle Drogen sollten unter staatlicher Kontrolle frei im Supermarkt oder in der Drogerie erhältlich sein. Hingegen würde ich sämtliche Waffen verbieten", so Boyle.

Tom Coraghessan Boyle ("Dr. Sex", "America", "Die Terranauten") ist kürzlich in Zürich mit dem Jonathan-Swift-Literaturpreis für Satire und Humor ausgezeichnet worden. Wann sein neuer Roman erscheinen wird, ist noch nicht bekannt.