Lebensgeschichte
"Weisse Massai" unterdrückt Sehnsucht nach Afrika nicht mehr

Corinne Hofmann hat sich damit abgefunden, dass Afrika sie immer in den Bann ziehen wird. Auch von der Eleganz der Afrikaner ist die "weisse Massai" bis heute angetan - trotz ihrer Flucht von ihrem Mann Lketinga vor 20 Jahren.

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Corinne Hofmann ist nach wie vor von Afrika fasziniert (Archiv)

Corinne Hofmann ist nach wie vor von Afrika fasziniert (Archiv)

Keystone

"Bis heute hätte ich für keinen Mann mehr mein Leben auf den Kopf gestellt", sagt Hofmann in der Zeitschrift "Schweizer Illustrierte". Trotzdem findet sie: "Es ist nichts falsch daran, sich aus Naivität auf eine Liebe einzulassen. Aus Berechnung ist doch viel schlimmer!"

Obwohl die Eleganz der Afrikaner sie nach wie vor fasziniert, sagt Hofmann, die alleine hoch über dem Lago di Lugano wohnt, die Hautfarbe sei ihr bei einem Mann egal: "Schwarz, weiss, gelb - auf das kommt es nicht an. Ein Beuteschema hatte ich nie, aber schön sind sie alle gewesen!"

Entrinnen ist nicht möglich

Lange hatte Corinne Hofmann genug von der "weissen Massai": Nach zehn Jahren in den Bestsellerlisten wollte sie mit der Vergangenheit abschliessen. Sie war überzeugt: "Es muss ein Leben nach Afrika geben."

Doch dann weckte ein Inserat das Interesse der 50-Jährigen: Ein Abenteuer-Fotograf suchte eine "zuverlässige Autorin/Reisepartnerin mit viel Mut und Humor für Expedition". Hofmann meldete sich und reiste in den Norden von Namibia.

Dort habe sie einen Entschluss gefasst, erzählt sie: "Ein Entrinnen ist unmöglich, weshalb die Sehnsucht nach Afrika unterdrücken?"