Vermischtes

Steigende Nachfrage bei Online-Buchhändlern: Gefragt sind besonders Kinderbücher

Der Gang in die Bibliothek ist nicht mehr möglich.

Der Gang in die Bibliothek ist nicht mehr möglich.

Die Bücher-Bestellungen über Online-Kanäle haben im Laufe der Corona-Krise zugenommen. Die grossen Online-Buchhändler bemühen sich, der gestiegenen Nachfrage nachzukommen.

(agl) Das Online-Geschäft sei schon in den vergangenen Monaten stetig gewachsen, inzwischen jedoch nochmals deutlich angestiegen, teilte die Migros-Tochter Ex Libris am Mittwoch auf Anfrage von CH Media mit. «Wir stellen fest, dass vor allem Bücher für Kinder bestellt werden.» Ebenfalls Schulbücher und generell Medien, mit denen Kinder beschäftigt und gefördert werden können, würden vermehrt bestellt.

Auf die Schliessung der 14 Ex Libris-Filialen aufgrund der «ausserordentlichen Lage» habe man sich schon länger vorbereitet, die Mitarbeitenden würden alle in kundenorientierten Funktionen weiterbeschäftigt, heisst es auf der Firmenwebsite. Es werde alles daran gesetzt, den Service aufrecht zu erhalten und die Online-Bestellungen termingerecht auszuliefern. Ex Libris bittet seine Kunden jedoch um Verständnis, falls es trotzdem zu Verzögerungen komme. Der Schutz der Mitarbeitenden habe höchste Priorität.

Orell Füssli will bei Bedarf Kapazitäten erhöhen

Der Buchhändler Orell Füssli musste 35 Verkaufsstellen schliessen. Für die Mitarbeitenden sei Kurzarbeit beantragt worden, schreibt die Orell Füssli Thalia AG auf Anfrage. Am Hauptsitz werde zudem mit zwei Teams gearbeitet, die abwechselnd eine Woche im Home Office und eine Woche vor Ort arbeiten.

Auch im Onlineshop von Orell Füssli sei die Nachfrage bereits gestiegen. Bei Bedarf könne das Unternehmen die Kapazitäten erhöhen, um alle Bestellungen wie üblich abzuwickeln.

Wie der Schweizerische Buch- und Verlegerverband auf seiner Website schreibt, sei die Belieferung der Schweizer Buchhandlungen durch den Zwischenbuchhandel gesichert. «Laden zu» heisse nicht automatisch «Geschäft zu», schreibt der Verband in einem Newsletter an seine Mitglieder. Diese könnten ihre Kundenportale also weiterbetreiben oder verstärkt bewerben.

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