Frankreich

Arbeiten an Notre-Dame müssen wegen Bleies unterbrochen werden

Die Umgebung der Pariser Kathedrale von Notre-Dame ist nach dem verheerenden Brand vor drei Monaten mit Blei vergiftet. (Archivbild)

Die Umgebung der Pariser Kathedrale von Notre-Dame ist nach dem verheerenden Brand vor drei Monaten mit Blei vergiftet. (Archivbild)

Wegen Bleiverschmutzung soll die Arbeit an der bei einem Brand schwer beschädigten Kathedrale Notre-Dame unterbrochen werden. Ein Bericht der Arbeitsaufsichtsbehörde kam zum Schluss, dass die Sicherheitsvorschriften für Arbeiter nicht ausreichend angewendet würden.

Der Präfekt Michel Cadot forderte am Donnerstag daher, die Arbeiten auf der Baustelle vorerst einzustellen. Erst wenn die Vorsichtsmassnahmen für Arbeiter, die deren Gesundheit schützen sollen, angemessen angewendet werden, soll es weitergehen. Französischen Medien zufolge soll die Unterbrechung mehrere Tage dauern.

Vor allem in der Dachkonstruktion und der Turmabdeckung der Kathedrale war viel Blei verarbeitet. Es war bei dem Feuer vor mehr als drei Monaten geschmolzen. Die Umgebung wurde mit Blei verschmutzt.

Die investigative Online-Plattform "Mediapart" hatte mehrfach berichtet, dass rund um die Kathedrale die zulässigen Blei-Werte höher seien als erlaubt. "Mediapart" warf der Stadt vor, diese Werte zu verschweigen. Die Behörden wiesen die Vorwürfe zurück - die Werte befinden sich demnach im zulässigen Rahmen.

Eine Bleivergiftung kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Blei schädigt das zentrale Nervensystem und kann etwa zu Fehl- und Frühgeburten oder Nierenschäden führen.

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