Für den wohl grössten Betrugsfall in der Geschichte von Fernsehen SRF sorgte 1998 Tommaso Ramundo.

In Gabriela Amgartens Sendung «Risiko» antwortet er in der Finalrunde auf die Frage «Wer wurde zum Kopf des Jahres 1997 gewählt?»: «Das isch de Fuessballer Moldovan gsi.» Richtig gewesen wäre Rolf Bloch.

Tommaso Ramundo

Tommaso Ramundo

Der Fussballer war erst die richtige Antwort auf die nächste Frage. Amgarten hielt die Verwechslung für einen skurrilen Zufall und moderierte weiter. Ramundo gewann 95 000 Franken. Nach einer internen Untersuchung gab Ramundo jedoch schnell zu, dass er zwei Komplizen hatte. Dafür erhielt er viereinhalb Monate auf Bewährung.

Ebenfalls Eingang in die Geschichte der SRF-Pleiten, Pech und Pannen fand die Sendung Benissimo. Und zwar die Ausgabe von 2011, in der Beni Thurnheer versucht, per Telefon seine Million zu vergeben.

Beni Turnheer

Beni Turnheer

Thurnheer wusste jeweils nicht, wer am anderen Ende war. Seine Improvisationskünste waren also gefragt. Vor allem wenn das Gegenüber wohl schon das eine oder andere Gläschen zu viel getrunken hatte. Allerdings erklärte der Betroffene hernach «Tele M1», er sei nicht betrunken gewesen.

Auch Info-Sendungen wie die «Tagesschau» sind vor Problemen nicht gefeit. So stürmten 1981 zwei Maskierte das offenbar noch wenig gesicherte Studio und hielten ein Transparent in die Kamera. Darauf forderten sie die Freilassung eines verhafteten Mitglieds der Zürcher Jugendbewegung.

Léon Huber

Léon Huber

Der langjährige Moderator Léon Huber liess sich darob jedoch nicht aus der Ruhe bringen und las nach einer kurzen Unterbrechung die Meldungen weiter, als wäre nichts geschehen.

Die letzte Negativ-Schlagzeile produzierte SRF im vergangenen Juni mit einem Interview am Rande der Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle.

T. J. M. Archer-Mills.

T. J. M. Archer-Mills.

Kurz nach dem nichtssagenden Gespräch mit Thomas J. Mace Archer-Mills enthüllt das «Wall Street Journal» den Royal-Experten nämlich als Schwindler.