Skilanglauf und Schiessen: Daraus besteht die Sportart Biathlon. Und die wird immer populärer. «Also machen wir das auch», dachten sich russische Militärs.

Zehn Kilometer lang war die mit Hindernissen gespickte Strecke auf dem Militärstützpunkt Alabina bei Moskau. Unterwegs mussten die Schützen auf Ziele in bis zu zwei Kilometern Entfernung feuern. Beim einem Fehlschuss kamen Zusatzkilometer hinzu, so wie Zusatzrunden beim richtigen Biathlon. Einen ähnlichen Panzerwettbewerb hatte bis vor einigen Jahren die Nato unter dem Namen «Canadian Army Trophy» veranstaltet.

(Quelle: youtube/RussiaToday)

Panzer-Biathlon

Der einheimische Panzer kam nach 26 Minuten ins Ziel, der kasachische benötigte 52 Sekunden mehr, auf den nächsten Plätzen landeten die Teams aus Weißrussland und Armenien. Alle benutzten unterschiedlich gefärbte Panzer des Typs T-72.

Mini-Panzer als Prämie

Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu überreichte den Siegern einen Mini-Panzer als Prämie. Er sagte, Einladungen zur Teilnahme am Panzer-Biathlon seien auch an die USA, Italien und Deutschland ergangen. Allerdings hätten sie keine Antworten vorgelegen. Der US-Militärattaché Taft Blackburn antwortete diplomatisch: Der Wettbewerb sei «interessant und einzigartig».

Jeder Panzer schoss mit einer anderen Farbe.

Jeder Panzer schoss mit einer anderen Farbe.

Drastisch formulierte der Interims-Gouverneur der Moskauer Region, Andrej Worobew. Mit Hilfe des Panzer-Biathlons könnten junge Männer «verstehen, dass es ruhmreich ist, der Armee zu dienen.» Dies sei ein «Teil des Lebenssinns», die Teilnehmer lernten, «was ein echter Mann ist, der Waffen bedienen kann und die wahren menschlichen Werte kennt».

Im nächsten Jahr wollen die Russen bereits eine richtige Weltmeisterschaft ausrichten. Und angeblich hat US-Verteidigungsminister Chuck Hagel die Einladung angenommen.» (mic/sid)